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| 12:01 Uhr

Gesundheit
Zweites Todesopfer im Kreis Görlitz durch Grippe

Görlitz. Die Zahl der Viruserkrankten steigt trotz Ferien an.

In der Stadtverwaltung Bad Muskau übernehmen Bürgermeister und Hauptamtsleiter Sekretariatsdienst, weil Mitarbeiterinnen krankheitsbedingt ausfallen. Andernorts werden dienstliche Termine verschoben, weil Gesprächspartner darniederliegen. Und auch sonst ist viel los an der Husten- und Schnupfenfront. Da ist klar, dass die Wartezimmer bei den Ärzten voll sind.

Die RUNDSCHAU hat dazu das Landratsamt gefragt, wie der Stand der Dinge ist. Laut Julia Bjar von der Öffentlichkeitsarbeit der Kreisverwaltung, ist die Virusgrippe trotz der Winterferien erneut stark angestiegen und zudem deutlich höher als im Jahr 2017. Darüber hinaus vermeldet der Landkreis einen weiteren Todesfall. Dabei handelt es sich um eine 83-jährige Frau. Damit sind es jetzt zwei in dieser „Grippesaison“.

Die Erkältungskrankheiten (akute respiratorische Erkrankungen – ARE) bekommt der Landkreis grundsätzlich von 30 Arztpraxen und einem Krankenhaus gemeldet. Die ARE-Zahlen sind in dieser Woche allerdings niedriger, da lediglich 18 Arztpraxen aufgrund von Urlaub gemeldet haben. Und so sieht es konkret aus: 993 Erkältungsfälle gab es Anfang Februar. Die aktuellste Zahl liegt bei 750 Erkrankten. Patienten mit Influenza wurden 372 gemeldet. Ein Plus von 109 Fällen innerhalb einer Woche. Zur gleichen Zeit im vorigen Jahr lag diese Zahl bei 199. Allerdings waren in dem Zeitraum auch schon zehn Todesfälle zu beklagen. Wegen der Influenza mussten bisher 39 Patienten in Krankenhäusern betreut werden.

Um einer möglichen Grippeerkrankung vorzubeugen, sollte auf eine ausgiebige Händehygiene geachtet sowie ungeschütztes Niesen und Husten bei Erkrankungen vermieden werden.

Die gute Nachrich: Im Landratsamt sowie in den Außenstellen gibt es derzeit keine Einschränkungen aufgrund der Grippesituation.