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| 01:39 Uhr

Zwei ,,schwere Jungs'' gingen ins Ludwigsdorfer Netz

Görlitz. Zwei ,,schwerere Jungs'' gingen der Grenzinspektion Ludwigsdorf diese Woche ins ,,Fahndungsnetz'', teilt die Bundespolizei mit.



Am Mittwochabend war es ein Ukrainer, den die Beamten aus einem Linienbus holten. Während der Identitätsfeststellung des 26-Jährigen wurde eine Ausschreibung festgestellt, die auf einen Auftragsmord aus dem Jahr 2002 im Raum Trier hindeutete. Es wurde ermittelt, dass der Mann tatsächlich wegen dieses Mordes eine zehnjährige Haftstrafe in der Ukraine verbüßte. Zehn Jahre, bevor er damals einfuhr, hatte ihm eine deutsche Ausländerbehörde eine Aufenthaltserlaubnis erteilt. Diese allerdings war inzwischen Kraft Gesetz erloschen, nur wurde sie ihm nie abgenommen.

Schließlich kehrte er nun damit nach Deutschland zurück - illegal aber! Durch das Amtsgericht Görlitz ist Zurückschiebungshaft angeordnet worden, in den nächsten Tagen erfolgt die Rückführung in die Ukraine. Bis dahin verbringt der Aufgegriffene seine Zeit abermals hinter Gittern. Ebenfalls hinter Gitter brachten am Donnerstagvormittag die Ludwigsdorfer Bundespolizisten einen 22jährigen Polen. Bei der Überprüfung seiner Personalien wurde ein Strafvollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Nünberg-Fürth bemerkt. Demnach waren noch knapp 500 Tage Restfreiheitsstrafe offen. Der Haftbefehl war seinerzeit zustande gekommen, weil der Betroffene des bandenmäßigen Diebstahls überführt werden konnte.

Er und die anderen Tatbeteiligten hatten zum Beispiel innerhalb eines Jahres BMW X5 im Wert von 1,8 Millionen Euro in Deutschland gestohlen. Wenngleich es sich bei dem Inhaftierten um einen polnischen Unionsbürger handelt, wird dieser nach der Entlassung aus der Justizvollzugsanstalt abgeschoben. Die zuständige Ausländerbehörde hatte nämlich auch aufgrund der Straftaten den Verlust des Rechts auf Einreise und Aufenthalt nach dem Freizügigkeitsgesetz festgestellt. pm/jola