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Oberlausitz
ZVON legt überarbeiteten Nahverkehrsplan aus

Bautzen/Görlitz. Der Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) will die Zugverbindungen zwischen Dresden und der Oberlausitz verbessern.

Der Verkehrsverbund ZVON hat nach zahlreichen Einwänden den Entwurf des kommenden Nahverkehrsplanes überarbeitet. Die Ergebnisse wurden in einer außerordentlichen Sitzung des Technischen Ausschusses des Kreistages Bautzen vorgestellt. Der Planentwurf wird vom 10. November bis 27. November in den Landratsämtern Bautzen (Bürgeramt Kamenz, Macherstraße 55) und Görlitz (Straßenverkehrsamt, Hochwaldstraße 29, in Zittau), der Stadtverwaltung Görlitz (Amt für Stadtentwicklung, Hugo-Keller-Straße 14) sowie in der Geschäftsstelle des ZVON, Rosenstraße 31, in Bautzen öffentlich ausgelegt.

Wie Gernot Schweitzer vom Landratsamt Bautzen informiert, zählte zu den kritisierten Punkten unter anderem eine Taktlücke von 90 Minuten bei der Ankunft von Zügen aus Zittau in Dresden am Morgen. Hier hatten die Verkehrsplaner einen Zug weniger als bislang vorgesehen. „Wir haben diese Lücke geschlossen und planen jetzt sogar mit noch einem Zug mehr“, erklärte Christoph Mehnert, stellvertretender Geschäftsführer des ZVON. Am Nachmittag ist ebenfalls ein zusätzlicher Zug von Bischofswerda nach Zittau vorgesehen. Als noch nicht optimal schätzt er dabei die Umstiegszeit dieser Zusatzzüge von rund 15 Minuten in Bischofswerda ein. „Wichtig wird es zukünftig sein, sich noch besser mit dem Dresdener Verkehrsverbund VVO über die Anschlüsse ins ZVON-Gebiet abzustimmen. Es muss gelingen, die speziellen Bedingungen des Ballungsraumes Dresden sowie des ländlichen Raumes von Ostsachsen in Einklang zu bringen."

Im ersten Entwurf wurde auch die geringere Frequenz in der Bedienung von kleineren Haltepunkten wie in Pommritz oder Seitschen kritisiert. Hier habe man im aktuellen Entwurf des Nahverkehrsplanes mit fünf weiteren zusätzlichen Halten ebenfalls deutlich nachbessert. Das Grundprinzip einer schnelleren Anbindung nach Dresden bleibt jedoch bestehen. „Das Gebiet von VVO und ZVON müsse dabei als Einheit betrachtet werden“, so Christoph Mehnert. Die Diskussion im Ausschuss hat für die Anbindung der Gemeinde Kubschütz noch zusätzliche Zughalte gefordert.

Landrat Michael Harig (CDU), zugleich Vorsitzender der Verkehrsverbünde ZVON und VVO, stellte weitere Verbesserungen in Aussicht. Dazu zählen neben dem PlusBus-Konzept zur besseren Anbindung von Ortschaften an die Bahn auch Investitionen in Barrierefreiheit und die Modernisierung von Haltepunkten.

Eine bessere Verknüpfung von Bus und Bahn stellte auch Beigeordnete Birgit Weber in Aussicht. Dies sei eine Aufgabe, die in den kommenden zwei Jahren gemeinsam von ZVON und VVO gelöst werden müsse. Dabei sei es zwingend, die Strecken der Busse zu überprüfen. „Wir müssen die relevanten Kundengruppen auch tatsächlich erreichen. Dabei muss der Bus dort fahren, wo sich heute Firmen und Wohnsiedlungen befinden oder entwickeln.“" Derzeit werde mit Radeberg das erste Streckenteilnetz überprüft.

Schriftliche Stellungnahmen können bis zum 11. Dezember 2017 abgegeben werden. Der Plan soll im Frühjahr 2018 beschlossen werden. Sein Entwurf kann im Internet unter www.zvon.de/de/Neues/ heruntergeladen werden.

(dh)