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| 20:47 Uhr

Tickets werden teurer
Verkehrsverbund Zvon erhöht im nächsten Jahr die Fahrpreise

Bautzen. Der Zweckverband hat auf seiner Verbandsversammlung die Änderung der Tarife ab August 2019 beschlossen. Höhere Personal- und Energiekosten werden als Grund genannt.

Zum 1. August 2019 wird der Verkehrszweckverband Oberlausitz-Niederschlesien (Zvon) die Preise für eine Busfahrkarte anheben. Andrea Radtke, Geschäftsführerin der Regionalbus Oberlausitz GmbH, hat den Antrag der Verkehrsunternehmen den Verbandsräten vorgetragen und aufgrund von Kostensteigerungen um eine moderate Erhöhung des Zvon-Verbundtarifes gebeten, teilt Zvon-Sprecherin Sandra Trebesius mit. Die Verkehrsunternehmen haben nach zwei Jahren mit stabilen Preisen eine Tariferhöhung um durchschnittlich 4,05 Prozent vorgeschlagen – und die Verbandsversammlung stimmte diesem Antrag jetzt zu. Die Personalkosten seien im Zeitraum eines Jahres um drei Prozent gestiegen, Energiekosten gar um neun Prozent innerhalb der ersten neun Monate des laufenden Jahres, hieß es als Begründung.

Die Einzelfahrt in den Stadtverkehren steigt im kommenden Jahr demnach von 1,50 Euro auf 1,60 Euro. Für ermäßigte Fahrscheine werden statt 1,10 Euro nun 1,20 Euro fällig. Der Einstiegspreis im Regionalverkehr steigt ebenfalls in dieser Preislage. Zudem ist eine Reduzierung des Abo-Rabattes für ermäßigte Zeitkarten von aktuell 12 Prozent auf künftig zehn Prozent vorgesehen. Die Preise für eine Jahreskarte im Stadtverkehr bleiben dagegen unverändert, so sieht es der am Dienstag gefasste Beschluss der Zvon-Verbandsversammlung vor.

Gleichzeitig sollen eine Reihe von Verbesserungen für die Fahrgäste umgesetzt werden. Unter anderem sollen die Mitnahmeregelungen für Kinder erweitert und die Abo-Laufzeiten kundenfreundlicher gestaltet werden. Für die Seniorenabo-Monatskarte werde es zukünftig eine günstige Partnerkarte geben, hieß es. Allerdings sollen die Preise der (Abo-)Monatskarten für Senioren um jeweils zwei Euro bei gleichzeitiger Einführung der Möglichkeit der Kindermitnahme angehoben werden. Eine deutliche Ersparnis könnten zudem Handy-Ticket Kunden erwarten, die ihre Zeitkarten über diesen Vertriebskanal erwerben. Denn seit August diesen Jahres werden diese mit einem Rabatt von acht Prozent angeboten.

In der Sitzung der Verbandsversammlung am vergangenen dienstag wurde darüber hinaus der Haushalt für das kommende Jahr einstimmig beschlossen. Der Zvon-Haushalt bildet die Grundlage für die Bestellung aller Schienenpersonennahverkehrsleistungen im Verbundgebiet. Hans-Jürgen Pfeiffer, Geschäftsführer des Zvon, freut sich über den Beschluss: „Damit können in 2019 alle geplanten Leistungen bestellt werden. Auch das geplante Investitionsprogramm des Zvon an Haltestellen und Übergangsstellen ist damit für 2019 gesichert.“

(ckx)