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| 01:04 Uhr

Zuneigung und Herzlichkeit hier keine Fremdwörter

Ende gut, alles gut – darauf stießen gestern NOL-Dezernentin Martina Weber, Kursana-Geschäftsführer Dr. Manfred Hede, OB Helma Orosz und Direktor Jürgen Seeliger an (v.l.n.r.).
Ende gut, alles gut – darauf stießen gestern NOL-Dezernentin Martina Weber, Kursana-Geschäftsführer Dr. Manfred Hede, OB Helma Orosz und Direktor Jürgen Seeliger an (v.l.n.r.). FOTO: Foto: Angelika Brinkop
Weißwasser.. Was lange währt, wird gut. Diesen Ausspruch tätigten gestern Vormittag etliche Gäste bei der Eröffnungsfeier für das neue Kursana-Seniorenzentrum. Neun Jahre dauerte es, bis ein langgehegter Wunsch tatsächlich in Erfüllung ging. Von Gabi Nitsche

Jürgen Seeliger, Direktor des Kursana-Seniorenzentrums, erinnerte gestern im Rahmen der Feierstunde an die bewegende Geschichte des Hauses. Seit der Wende habe man sich ständig zwischen Hoffnung und Enttäuschung bewegt, schwankte die Gefühlslage der Bewohner und Mitarbeiter.

Sanierung oder Neubau
Lange Zeit schwebte die Frage, ob das alte Heim sanieren oder einen Neubau wagen, über der Einrichtung. Mit dem Spatenstich im Frühjahr 2001 sollte das Wechselbad der Gefühle sein Ende finden. Nun war klar: Es wird gebaut, und das für 80 Bewohner. Doch wie bereits berichtet, mussten auch hier ungeahnte Hürden genommen werden, bis es so richtig losging. Dr. Manfred Hede, Geschäftsführer der Kursana-Residenzen GmbH, erwähnte in seiner Laudatio gestern, dass das Weißwasseraner das 11. von insgesamt 13 Vorhaben in den neuen Bundesländern sei, die bis zum nächsten Jahr realisiert sein sollen und dann den Höchststandard an ein Pflegeheim erfüllen. Insgesamt gehören zum Unternehmen über 40 Einrichtungen in ganz Deutschland.
Hede hofft, dass auch in absehbarer Zeit Bad Muskau dazu gehört. Am Standort des ehemaligen Krankenhauses soll bekanntlich ein weiteres Kur sana-Heimstatt entstehen. Wenn alles klappt, könnte in diesem Jahr noch Baubeginn sein, so der Chef optimistisch.
Was den Bau in Weißwasser angehe, so habe die Stadt mit der Fertigstellung einen neuen Glanzpunkt erhalten. Dieser weist eine interessante, manchmal auch gewagte Architektur vor, so Dr. Hede, und lobte ausdrücklich die Arbeit von Planer Hartwig Rauh. „Das Haus hebt sich von vielen Standardheimen ab. Sehr schön auch die aufgelockerte Gestaltung, wodurch sich niemand von den Bewohnern eingeengt, gefangen fühlt.“ Für die solide Bauausführung ging sein Dank an alle beteiligten Firmen. Das größte Dankeschön sei es wohl, dass sich die Bewohner wohl fühlen und es als ihr neues Zuhause annehmen, hieß es.

Leistung der Mitarbeiter
Besondere Würdigung fanden sowohl in seiner Rede als auch bei Oberbürgermeisterin Helma Orosz die Leistungen der Mitarbeiter. Mit Zuwendung, Verständnis und Liebe sorgen diese für eine familiäre Atmosphäre und begleiten den Lebensabend der älteren Leutchen, so die OB. Die moderne Technik, die im Neubau vorhanden ist, mache eben nicht alles wett. Emotionalität spiele schon eine große Rolle.
Das Präsent, welches sie an Jürgen Seeliger überreichte, ist ein Bild von Weißwasser mit Glasmacherbrunnen und Straßenführungen, wie sie die Älteren vermutlich noch kennen. Auch Jürgen Seeliger hatte ein Dankeschön für Helma Orosz in petto, war sie es doch, die sich noch als NOL-Sozialdezernentin in Dresden besonders stark machte für diesen Neubau und große Steine aus dem Weg rollte. Was soll sie an diese Zeit erinnern? „Natürlich ein Bild“ , schmunzelte der Direktor bei der Übergabe. Es zeigt den Neubau als architektonisches Schmuckstück.

Hintergrund Zahlenspielereien
 Planer Hartwig Rauh offerierte gestern einige Zahlen, die die Größe des Bauvorhabens verdeutlichen:
4100 Meter Holzbalken,
9000 Meter Wasser-, Abwasser- und Heizungsleitungen,
über 40 Kilometer Elektroleitungen,
73 000 Fliesen,
210 000 kg Stahl,
582 158 Kalksandsteine wurden verwendet.