"Aber solche ungepflegte Straßen und Anlagen rund ums Wohngebiet gab es noch nie", ärgert sich die Familie in einer E-Mail an die RUNDSCHAU-Lokalredaktion. Was Peter Bartholomäus ärgert, sind die mit Unkraut überwucherten Bordsteinkanten. "Wiesen werden schon das zweite Jahr nicht gemäht oder nur randweise. Die Lichtmasten sind teilweise so geschädigt, dass sie eine Unfallquelle darstellen", zählt der Weißwasseraner die Kritikpunkte auf. Er sei der Meinung, dass sich sowohl bei der Stadtverwaltung als auch bei Wohnungsbaugesellschaft (WBG) niemand zuständig fühle, an dem Zustand etwas zu verändern. Entsprechende Hinweise seien ohne Erfolg geblieben.

Doch nun soll die Familie sich die längste Zeit darüber geärgert haben. Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) versicherte das gegenüber der RUNDSCHAU und gab der Familie Recht, dass dieser Zustand kritikwüdig sei. "Für das Gerinne ist die Stadt zuständig. Noch in dieser Woche nehmen sich die Mitarbeiter vom Bauhof das Gebiet vor und wollen das Unkraut vernichten." Dazu soll die neue Technik zum Einsatz kommen, die sich Weißwasser erst vor geraumer Zeit angeschafft hat - ein voll biologisches System steckt dahinter: Mit Schaum, der aus heißem Wasser und einer Zuckerlösung besteht, wird das Unkraut bekämpft. Das Bauhof-Team sei dabei, so Pötzsch, sich in die Handhabung einzufuchsen und sammelt schon gute Erfahrungen. Was die Sommerwiese angeht, so hat die Wohnungsbaugesellschaft ihren Dienstleister mit der Mahd beauftragt. Da es sich um einen Abrissblock handelt, werde jedoch nicht so oft wie ansonsten üblich gemäht. Hinzu kam, dass Vögel den Bereich in den vergangenen Wochen als Brutplatz auserkoren hatten, so die WBG. Deshalb musste das Mähen zwischenzeitlich ausgesetzt werden. "Aber wir gehen davon aus, dass das in dieser Woche noch erfolgt", erfuhr die RUNDSCHAU.