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| 01:03 Uhr

Ziel: Baubeginn in zwei Jahren

Krauschwitz.. Der Bau eines neuen Grenzüberganges an Neiße in Krauschwitz wurde trotz riesiger Löcher in den Landeskassen nicht aus den Augen verloren. Das versicherte Roland Schultze, Leiter des Straßenbauamtes Bautzen, der RUNDSCHAU. Von Gabi Nitsche

Auch wenn es um den Übergang in jüngster Zeit etwas ruhiger wurde, sei man intensiv an der Geschichte dran, erfuhr die RUNDSCHAU.
Mit Hinblick auf die EU-Erweiterung drängen auch die Kommunalpolitiker aus dem NOL auf die Realisierung dieses Überganges bei Krauschwitz. So vor allem Landrat Bernd Lange, der das Thema auch bei den 1. Deutsch-polnischen Wirtschaftstagen Ende Juni in Weißwasser ansprach.
Vor allem, weil die Polen lange Zeit nicht die erforderlichen Hausarbeiten machten, zog sich die Sache hin. Lange forderte von der polnischen Regierung, endlich Nägel mit Köpfen zu machen.
Doch inzwischen gibt es wieder Hoffnung. „Polen hat uns eine Vereinbarung angeboten über einen Realisierungsvertrag“ , wusste Roland Schultze, der Chef des zuständigen Straßenbauamtes Bautzen, zu berichten. Es geht konkret um Festlegungen, die getroffen werden müssen zum Bau der Brücke über die Neiße. Für diesen Bau, so Schultze, seien die Polen zuständig. Sowohl für die Planung als auch für die Realisierung. „Die Kosten des Baus teilen wir uns dann.“ Gleiches trifft für den Übergang in Deschka zu, so Schultze.
In Görlitz sei es andersherum. Da obliege der Brückenbau den Deutschen, die Polen sind bei den Kosten aber zur Hälfte mit gefordert.
Was nun das Krauschwitzer Vorhaben angeht, so sei der deutsche Part im Vorentwurf fertig, werde just zu jenem Zeitpunkt komplettiert, wenn die polnischen Unterlagen perfekt sind. Dann werde es das so genannte Planfeststellungsverfahren geben.
Ziel sei es laut Schultze, im Jahr 2005 an der Alten Rothenburger Straße mit dem Bau der Grenzzuführung zu beginnen. Denn die Mittel aus dem EU-Förderprogramm Interreg, die für dieses Projekt zur Verfügung stehen, müssten eigentlich bis 2006 aufgebraucht sein. Denn in drei Jahren laufe dieses Programm aus.
Wie Schultze weiterhin sagte, verlaufe diese Zufahrt dann unter der Staatsstraße 127, weiter über die Neißewiesen bis zum Fluß. Über diesen dann die Polen die besagte Brücke bauen sollen, damit Pkw und Lkw schnell ins Nachbarland gelangen können.