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Zieht Museum nach Welzow?

So sah ein Feuerlöschzug zu DDR-Zeiten aus. Im Feuerwehrmuseum von Haidemühl, das vor seiner Umsiedlung in ein noch unbekanntes Domizil steht, ist dieser Zug und noch viel mehr zu sehen.
So sah ein Feuerlöschzug zu DDR-Zeiten aus. Im Feuerwehrmuseum von Haidemühl, das vor seiner Umsiedlung in ein noch unbekanntes Domizil steht, ist dieser Zug und noch viel mehr zu sehen. FOTO: Steffen Bartusch
Die Freude über die jüngste Neuanschaffung des Vereins Feuerwehrmuseum Haidemühl ist noch ganz frisch. Vereinsvorsitzender Roland Bartusch hat von der Stadt Forst einen W 50 mit Drehleiter in den Bestand diverser Fahrzeuge und Technik übernehmen können. Wo das neue und all die anderen Fahrzeuge ab 1. Januar untergebracht sein werden, sei allerdings bislang noch offen. Von gabi Böttcher

Auch im zweiten Anlauf war das Ziel, Mittel aus dem Fördertopf des Programmes Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) für einen Feuerwehr- und Landmaschinenpark in Proschim zu erhalten, nicht erreicht worden. Beim 3. Regionalforum der ILE-Förderregion Spree-Neiße/Cottbus gab es im Sommer auch für eine abgespeckte Version des historischen Feuerwehrmuseums und der Betriebshofstelle keine Zustimmung.
Inzwischen ist auch der Antrag an das Bergbauunternehmen Vattenfall, das bislang genutzte Gebäude in Haidemühl über das Jahresende hinaus mieten zu dürfen, abgelehnt worden. Dennoch ist Roland Bartusch zuversichtlich, dass gemeinsam mit Vattenfall und der Stadt Welzow doch noch eine Lösung gefunden wird, die nicht bedeutet, die Technik unter freiem Himmel unterbringen zu müssen. Den Wert der inzwischen im Haidemühler Museum angesammelten Feuerwehrtechnik dürfte die Rückendeckung der Denkmalschützer unterstreichen. „Ein Teil der Sammlung wird unter Denkmalschutz gestellt. Das betrifft 16 Fahrzeuge“ , freut sich der Vereinsvorsitzende. Dies habe nicht einmal ein Vierteljahr gedauert, lobt er den Denkmalschützer, der aus Potsdam angereist war, um sich die Haidemühler Schätze anzusehen. Nun warte man nur noch auf einen Bescheid von der unteren Denkmalbehörde. Mittlerweile hat der 20 Mitglieder zählende Verein, der schon in den 80er-Jahren von der Sammelleidenschaft übermannt worden war, mit mehr als 30 historischen Feuerwehrfahrzeugen, zwölf Anhängefahrzeugen, etwa 20 Motorspritzen und diversem Zubehör einen stattlichen Fundus beisammen. Mit dem W 50 mit Drehleiter aus Forst ist ein kompletter, zu DDR-Zeiten üblicher Löschzug vorhanden, freut sich der Vereinsvorsitzende. Dazu gehören ein Wartburg-Einsatzleitwagen, ein Tanklöschfahrzeug 16 (W 50), ein DL (Drehleiter) 30 und ein Löschfahrzeug 16 (W 50). In der Region hat es sich wohl offensichtlich herumgesprochen, dass im Falle einer Außerdienststellung eines alten Feuerwehrfahrzeuges bei den Haidemühlern angefragt werden kann, ob sie noch eine Ergänzung für ihr Museum benötigen.
Mit dem Forster Stadtbrandmeister Bernd Frommelt war sich der Welzower Stadtbrandmeister Roland Bartusch schnell einig, dass das Drehleiterfahrzeug ein neues Zuhause im Haidemühler Museum bekommen müsste. So geht es auch den Forstern nicht verloren, kann zum Beispiel bei historischen Umzügen immer mal wieder aktiviert werden.
Ob der Tross der Fahrzeuge samt Technik zum Jahreswechsel nun in Richtung Welzow und vielleicht auf den dortigen Flugplatz rollt? Bis zum gestrigen Redaktionsschluss war dazu aus dem Welzower Rathaus nichts zu erfahren.