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| 03:00 Uhr

Zensus lässt 87 Leute verschwinden und Verwaltungsumlage steigen

Gemeinderat René Köppen.
Gemeinderat René Köppen. FOTO: mat1
Groß Düben. Die 87 Einwohner, die die Gemeinde Groß Düben nach den Zensus-Erhebungen eingebüßt hat, machen sich negativ bemerkbar. Das betonte Kämmerin Carmen Petrick am Donnerstagabend während der Ratssitzung. ni

Zwei Beispiele nannte sie dafür, wo die niedrigere Zahl zu Buche schlägt. Das sind die Berechnung der Schlüsselzuweisungen vom Land und die Umlage für die Verwaltungsgemeinschaft Schleife.

Wenn die Mitgliedsgemeinden Schleife, Groß Düben und Trebendorf in diesem Jahr pro Einwohner 142 Euro für die Verwaltungsarbeit entrichten müssen, sind es im kommenden Jahr voraussichtlich 144,97 Euro. Unterm Strich bedeutet das laut Kämmerin Carmen Petrick für Schleife und Trebendorf eine höhere Gesamtsumme. Günstig dagegen wirken sich die 87 fehlenden Leute - nur bei der Umlageberechnung - auf Groß Düben selbst aus. Weniger Einwohner, weniger Umlage. In Summe hat Groß Düben im kommenden Jahr rund 9000 Euro weniger zu entrichten. Ob das jedoch die durch den Einwohnerschwund sinkenden Zuweisungen vom Land ausgleicht, ist fraglich.

Eine Erklärung für den Verlust von 87 Menschen hat Groß Düben bis heute nicht vom Zensus erhalten. Da nützte auch der Widerspruch von Bürgermeister Helmut Krautz (SPD) nichts. Nicht nur für Gemeinderat René Köppen ist das alles sehr ominös. Denn Carmen Petrick bestätigte ihm, dass laut Meldeamt die 87 Leute noch vorhanden sind. Dennoch ist die Verwaltung verpflichtet, die amtliche Einwohnerzahl zu verwenden. Köppen rätselt nun, welche 87 Groß Dübener keine Steuern mehr zahlen müssen . . .