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| 15:37 Uhr

Zahl der Empfänger von Hartz IV sinkt im Landkreis Görlitz

Görlitz. Das Jobcenter des Landkreises Görlitz hat immer weniger "Kunden" zu betreuen, muss aber auch mit einem stetig sinkenden Budget auskommen. Wie Geschäftsführer Eberhard Nagel während der jüngsten Sitzung des Kreistags berichtete, sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften nach Sozialgesetzbuch II (Hartz IV) von 20 943 im Jahr 2010 auf 18 110 im Jahr 2013 und wird auch künftig moderat abnehmen. ume1

"Dieser Rückgang ist nicht nur demografisch begründet", betonte Nagel. Vor allem gelinge es immer besser, junge Bezieher von Arbeitslosengeld II in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu vermitteln. "Junge ,Neukunden' bekommen von uns ein Angebot, noch bevor sie überhaupt den Antrag ausfüllen können", so der Geschäftsführer. Dies entspreche dem Grundsatz "Fördern und Fordern", dem sich das Jobcenter verpflichtet fühle.

Die vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel gingen von 64,7 Millionen Euro (2011) auf 48,1 Millionen Euro (2014) zurück. Dennoch wolle man bei den Eingliederungszuschüssen keine Abstriche machen. Hierfür sind im Budget für dieses Jahr 3,5 Millionen Euro eingeplant (2013: 3,15 Millionen Euro). "Diese Zuschüsse machen Arbeitgebern die Beschäftigung von bisherigen Leistungsempfängern attraktiv", begründet Eberhard Nagel diese Schwerpunktsetzung.