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| 16:36 Uhr

Halbendorfer See
Zahl der Badegäste verdoppelt sich

Dirk Siegemund vom Zweckverband Halbendorfer See ist derzeit mit dem Heckenschnitt an den mobilen Bungalows beschäftigt.
Dirk Siegemund vom Zweckverband Halbendorfer See ist derzeit mit dem Heckenschnitt an den mobilen Bungalows beschäftigt. FOTO: Joachim Rehle
Halbendorf. Am Sonntag endet die Saison am Halbendorfer See. Die Bilanz fällt fast durchweg positiv aus. Von Torsten Richter-Zippack

„Über das Jahr 2018 können wir uns weiß Gott nicht beklagen“, fasst Lothar Ahr, Geschäftsführer des Zweckverbandes Halbendorfer See, die nunmehr zu Ende gegangene Saison zusammen. Allein 24 300 Badegäste wurden dank des sehr langen und heißen Sommers an den beiden Stränden gezählt. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 13 800. Um einen neuen Rekord handele es sich allerdings nicht, stellt Lothar Ahr klar. „Wir hatten auch schon Jahre mit über 50 000 Badegästen. Damals hatte die Region aber wesentlich mehr Einwohner als heute, und das Baden im Bärwalder See war noch nicht gestattet.“ Derzeit misst das Wasser noch Temperaturen zwischen 14 und 15 Grad Celsius. Vereinzelt wagen sich noch Schwimmer in die Fluten.

Auch die Übernachtungszahlen auf den Campingplätzen können sich sehen lassen. Rund 28 400 Besucher hat der Zweckverband dort gezählt, davon über 9800 im FKK-Bereich. Mehr als 2700 Übernachtungen gab es in den Bungalows, die übrigen Urlauber verteilten sich über die Anlage am Textilstrand. Im gesamten Jahr 2017 wurden insgesamt nur knapp 20 000 Übernachtungen am See registriert. Die größte Steigerung im Vergleich zu 2017 gab es jetzt am FKK. Dort hat sich die Zahl der übernachtenden Gäste fast verdoppelt. An mehreren Tagen waren die Campingplätze komplett ausgebucht, meist an bestimmten Wochenenden im Hochsommer und natürlich zum traditionellen Neptunfest.

Unter den Besuchern befanden sich zahlreiche Stammgäste, ebenso viele Neue. „Wir profitieren dabei von der Mund-zu-Mund-Propaganda“, weiß Lothar Ahr aus vielen Gesprächen. Schließlich genieße der See einen guten Ruf, ist komplett durchsaniert und bietet eine gute Infrastruktur. Zudem werde das Wasser regelmäßig beprobt. die Qualität sei trotz des niedrigen pH-Wertes hervorragend.

Rund ein Drittel der Urlauber seien Dauercamper. Für sie gibt es insgesamt 60 Plätze. Für die übrigen Gäste stehen 120 Stellflächen zur Verfügung. Kurz vor dem Saisonende seien noch 13 Dauercamper da.

Allerdings hätte der Zweckverband die Saison 2018 nicht ohne Unterstützer bewältigen können. So lobt Lothar Ahr die Wasserwacht des DRK Weißwasser: „Aufgrund des schönen Wetters mussten die Männer und Frauen diesmal besonders oft am See Dienst schieben. Wir sind sehr froh, dass sie unseren Badebetrieb absichern.“ Darüber hinaus haben auch die Taucher des Aqua-Teams die Saison abgesichert. Sie brachten erst kürzlich die mehrere hundert Meter langen Ketten zur Abtrennung des Nichtschwimmer- vom Schwimmerbereich, ebenso die rund 20 Bojen, sicher an Land.

Sorgen bereitet dem Zweckverband allerdings die Gaststätte in Strandnähe. „Wir suchen für die Einrichtung ab 2019 einen neuen Betreiber.“ Am jetzigen habe es Kritik gegeben.

Über den Herbst und Winter wartet auf den Zweckverband ebenfalls eine Menge Arbeit. „Wir werden mehrere Bungalows renovieren und hier und da Reparaturen durchführen“, kündigt Lothar Ahr an. Zudem müssen die Hecken verschnitten werden. Die Saison 2019 startet am 30. März. Im kommenden Jahr werden sich möglicherweise auch Schäden zeigen, die durch die extreme Trockenheit 2018 entstanden sein könnten. „Unsere Wiesenflächen sind braun, aber die Gehölze haben wir, so gut es geht, mit Leitungswasser bewässert“, berichtet der Geschäftsführer. Durch die Dürre ist auch der Wasserstand im See um bis zu zehn Zentimeter gefallen. Durch den Auslauf fließt so gut wie kein Wasser mehr. „Es würde uns sehr helfen, wenn es mal wieder ausgiebig regnen würde“, hofft Lothar Ahr.