Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Görlitz sind am Heiligabend 2019 zwei Menschen verletzt worden. Die Polizei geht von einer Beziehungsstraftat aus. Ein Mann wurde vorläufig festgenommen.

Am 24. Dezember 2019 wurden Polizei und Feuerwehr gegen 20.15 Uhr alarmiert. In einem Mehrfamilienhaus in der Biesnitzer Straße in Görlitz war ein Feuer ausgebrochen. Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr und der freiwilligen Feuerwehr Görlitz löschten die Flammen im Hausflur.

Wegen der Rauchentwicklung seien eine 29-jährige Frau und ihr dreijähriges Kind verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher zu LR Online. Die beiden kamen über Nacht ins Krankenhaus, hätten dieses aber bereits am ersten Weihnachtsfeiertag wieder verlassen können.

Brand in Görlitz: Polizei nimmt 39-Jährigen fest

Als Brandstifter verdächtigt die Polizei einen 39-jährigen Mann, laut Polizeisprecher der Ex-Partner der verletzten 29-jährigen Frau. Er habe zugegeben, den Brand im Hausflur gelegt zu haben. Demnach zündete der Mann einen Karton im Hausflur sowie Türschmuck an einer Wohnungstür an. „Zum Glück hat die Feuerwehr den Brand rechtzeitig gelöscht“, sagte der Polizeisprecher zu LR Online.

Der Mann sei vorläufig festgenommen worden, aber inzwischen nach einer „Gefährderansprache“ wieder auf freiem Fuß. Der mutmaßliche Brandstifter ist laut Polizei bereits bekannt, da es mehrere einschlägige Vorfälle gegeben habe, darunter auch Stalking – der Mann soll seiner Ex-Partnerin also nachgestellt haben.

Laut Polizei sah die zuständige Staatsanwaltschaft keinen Grund für einen Antrag auf Haftbefehl. Gegen den Tatverdächtigen ermittelt die Kriminalpolizei wegen der Brandstiftung.