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| 15:06 Uhr

Wölfe in der Lausitz
Wolfsmanagement nunmehr aus einer Hand

Dresden. Fachstelle übernimmt Rissbegutachtung. Für Nutztierhalten gibt es eigens eine Hotline, die rund um die Uhr besetzt ist. pm/ckx

Mit Wirkung vom 1. August übernimmt die Fachstelle Wolf des Sächsischen Umweltamtes (LfULG) die Rissbegutachtung in Sachsen. Bisher oblag diese Aufgabe den Landratsämtern und Kreisfreien Städten, informiert der Freistaat.

Über eine 24-Stunden-Rufbereitschaft ist gewährleistet, dass Meldungen zu mutmaßlichen Rissen an Nutztieren sowie zu toten, verletzten und auffälligen Wölfen rund um die Uhr von einer zentralen Stelle für ganz Sachsen entgegengenommen werden können.

Wenn ein Tierhalter seine Nutztiere bei der täglichen Kontrolle tot oder verletzt vorfindet und ein Wolf als Verursacher vermutet wird, sollte er das innerhalb von 24 Stunden melden, damit der Schaden schnell durch einen Rissgutachter aufgenommen werden kann. Das ist die Voraussetzung dafür, dass Tierhalter eine Entschädigung erhalten können. Gerissene Tiere werden durch den Freistaat Sachsen zu hundert Prozent entschädigt, sofern der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden konnte und durch den Tierhalter alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden sind. Das sind für Schafe und Ziegen ein mindestens 90 hoher Elektrozaun oder ein mindestens 120 Zentimeter hoher Festzaun mit einem festen Bodenabschluss. Zum 1. Juni hat die Fachstelle Wolf ihre Arbeit mit sechs Angestellten aufgenommen. Hotline: 035242-6318201