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| 14:53 Uhr

Verlust größer als bisher angenommen
Nach Angriff auf Schafe und Ziegen: Behörden prüfen Abschuss von Wölfen

Tote Schafe einer Herde der Naturschutzstation «Östliche Oberlausitz» liegen auf einer Wiese. Wölfe haben nahe der ostsächsischen Ortschaft Förstgen eine Schafherde angegriffen und dabei mehrere Dutzend Tiere gerissen.
Tote Schafe einer Herde der Naturschutzstation «Östliche Oberlausitz» liegen auf einer Wiese. Wölfe haben nahe der ostsächsischen Ortschaft Förstgen eine Schafherde angegriffen und dabei mehrere Dutzend Tiere gerissen. FOTO: dpa / Benno Bilk
Boxberg. Nach dem verheerenden Wolfsangriff bei Boxberg prüft das Landratsamt Görlitz nun auch einen möglichen Abschuss von Tieren. Allerdings sei wegen des umfassenden Prüfverfahrens nicht mit einer raschen Entscheidung zu rechnen, teilte die Behörde am Mittwoch auf Anfrage mit.

Zwa sind Wölfe streng geschützt, die Gesetzeslage lässt aber unter bestimmten Umständen einen Abschuss zu. In Sachsen hat darüber das jeweilige Landratsamt zu entscheiden. In jedem Fall muss das auch für Forst und Landwirtschaft zuständige Umweltministerium eingebunden werden.

Am Dienstag hatten Wölfe nahe der Ortschaft Förstgen (Landkreis Görlitz) ein Herde mit Schafen und Ziegen angegriffen. Das ganze Ausmaß war erst am späten Abend klar. Wie die betroffene Naturschutzstation «Östliche Oberlausitz» am Mittwoch mitteilte, haben von 151 Tieren wohl nur 61 überlebt. 39 Moorschnucken und Burenziegen wurden tot gefunden, 51 Tiere fehlten am Mittwochvormittag noch. Die Naturschutzstation geht davon aus, dass auch sie Opfer der Wölfe geworden sind. Damit würde sich der Verlust auf 90 Tiere belaufen.

(dpa)