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| 19:34 Uhr

Wolfsangriff auf Nutztiere
Wolf reißt Ziegen auf Kindergarten-Areal

Der Wolf dringt in der Lausitz in die Orte vor.
Der Wolf dringt in der Lausitz in die Orte vor. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Uhsmannsdorf/Görlitz. Raubtier dringt nach Uhsmannsdorf vor. Das Landratsamt Görlitz prüft den Abschuss des Wolfes.

Ein Wolf hat auf dem Gelände eines Kindergartens in Uhsmannsdorf (Landkreis Görlitz) eine Ziege gerissen. Der Vorfall geschah in der Nacht von Sonntag zu Montag, bestätigt das Görlitzer Landratsamt.

Der Rissgutachter habe festgetsellt, dass bereits etwas früher eine weitere Ziege vermutlich von einem Wolf verletzt worden war. Das Tier sei an den Folgen verstorben. Nach RUNDSCHAU-Recherchen sind die Ziegen Lolek und Bolek, die für die Kinder angeschafft wurden, nun tot. Im Rathaus der Stadt Rothenburg war der Vorfall gestern noch unbekannt.

Laut des Kontaktbüros Wölfe in Sachsen handelte es sich bei den getöteten Nutztieren um einen Ziegenbock und um ein Schaf. Beide Tiere kamen am Montag zu Tode.

Der Landkreis versichert, die Behörde stimme sich im Umgang mit dem Fall eng mit der Kindereinrichtung abm um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten. Die Eltern seien informiert worden.

Kreissprecherin Julia Bjar spricht von einem „Anlass zur Sorge“. Der Wolf habe im Ort zugeschlagen. „Juristische Schritte für eine eventuelle Entnahme des Wolfes werden geprüft“, so Bjar weiter. Inzwischen sei auch Kontakt mit dem Umweltministerium in Dresden aufgenommen worden.

Bereits um den Jahreswechsel hatte Problemwolf in Krauschwitz und Weißkeißel (Landkreis Görlitz) mehrere Nutztiere sowie Hunde gerissen. Das erkrankte Raubtier, das geschwächt in den Ortschaften auf Nahrungssuche gegangen war, ist daraufhin am 2. Februar von amtlich beauftragten Jägern erlegt worden. Laut sächsischen Wolfsmanagement ist eine solche Entnahme von Wölfen, die wiederholt in Siedlungen auftauchen und ein unnormales Verhalten zeigen, erlaubt.

(trt)