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| 18:09 Uhr

Bauvorhaben
Richtfest für 1,8-Millionen-Projekt

Hoch konzentriert verrichtet WBG-Chefin Petra Sczesny ihren Job und wird dabei ganz genau von den Gesellschaftern OB Torsten Pötzsch und Achim Junker, Bürgermeister in Boxberg, schauen ihr genau auf die Finger.
Hoch konzentriert verrichtet WBG-Chefin Petra Sczesny ihren Job und wird dabei ganz genau von den Gesellschaftern OB Torsten Pötzsch und Achim Junker, Bürgermeister in Boxberg, schauen ihr genau auf die Finger. FOTO: Gabi Nitsche
Weißwasser. Ende des Jahres soll die Teichstraße 18 in Weißwasser für 13 Familien bezugsfertig sein. Von Gabi Nitsche

Die Teichstraße 18 ziert seit Freitag eine bunt geschmückte Lausitzer Birke. Sozusagen der Ersatz für eine Richtkrone. Das ehemalige Verwaltungsgebäude hat die Wohnungsbaugesellschaft mbH Weißwasser (WBG) vor zwei Jahren erworben, saniert es und lässt es zu einem behindertenfreundlichen Mehrfamilienhaus umbauen. 13 Zwei- bis Vierraumwohnungen entstehen.

„Das Haus bekommt Balkons, einen Fahrstuhl und der Außenbereich wird zu einer parkähnlichen Anlage gestaltet“, erklärt  Petra ­Sczesny, die Geschäftsführerin der WBG. Parkplätze wird es in ausreichender Zahl geben. Was die äußere Gestaltung angeht, so hat sich das Unternehmen für eine Fassade in edlen Grautönen entschieden. „Das passt gut zum Villencharakter, den das Haus ja hat“, ist WBG-Mitarbeiter Michael Penk überzeugt.

1,8 Millionen Euro nimmt die WBG für dieses Vorhaben in die Hand. Es sei das anspruchvollste in diesem Jahr, so die Chefin. Bis Ende 2018 sollen die Arbeiten abgeschlossen und die Wohnungen bezugsfertig sein. Kurz, nachdem die WBG das Vorhaben öffentlich gemacht hatte, ließen sich Interessenten vormerken. Mittlerweile haben drei sich entschlossen, Eigentum zu erwerben. „Doch uns ist nicht bange, dass wir zu wenige Mieter haben“, sagt die Geschäftsführerin. Wenn auch vor dem richtigen Einzug die ersten Mieter schon wieder ausgezogen sind – eine siebenköpfige Rauchschwalben-Familie sei auf- und davongeflogen. Dabei hatten die Bauleute größte Rücksicht auf die Untermieter genommen.

Die Kaltmiete, die das kommunale Unternehmen für diese neuen Wohnungen einmal verlangt, sei marktüblich und liege im einstelligen Bereich.

Wieviel Hammerschläge es am Ende waren, die gebraucht wurden, um den letzten Nagel ins Gebälk zu bringen – darüber schweigt des Schreibers Höflichkeit. Die Zahl lag im zweistelligen Bereich. Dafür sorgte Team-Arbeit. Den Anfang machte Petra Sczesny. Dann übernahmen nacheinander die Gesellschafter der Stadt Weißwasser in Person von OB Torsten Pötzsch (Klartext) und Bürgermeister Achim Junker für die Gemeinde Boxberg. Der Schleifer Gemeindechef Reinhard Bork war raus aus der Nummer. Er ist noch krank.

Die WBG-Chefin hatte zuvor eine klare Ansage gemacht: „Bei uns zahlen ab dem sechsten Schlag die Zimmerleute, nicht der Bauherr ...“ Nur für einen Moment überlegte sie laut, die Rechnung fürs Richtfest von Pötzsch begleichen zu lassen. „Nee, bei der Haushaltslage der Stadt geht das nicht. Und wir haben bei der hohen Gewinnausschüttung auch kein Geld mehr“, so Petra Sczesny augenzwinkernd.

Die WBG-Chefin machte beim Richtfest den beauftragten Handwerksfirmen ein Kompliment. „Wir haben Glück mit ihnen. Unter schwierigen Bedingungen und körperlichen Anstrengungen haben Sie einen Monat Verzug aufgeholt, den wir durch das Genehmigungsverfahren verloren hatten.“ Wo andere sagten, das Gebäude lieber abreißen, habe Planer Bodo Frischke eine Lösung gefunden. Und sie wisse sehr wohl, was diese Maßnahme auch ihrem Mitarbeiter Michael Penk abverlange, so Petra Sczesny.  

Das ist die Teichstraße 18 in Weißwasser. Die WBG hat das frühere Behördengebäude erworben, saniert und baut es um zu einem Wohnhaus mit 13 Wohnungen.
Das ist die Teichstraße 18 in Weißwasser. Die WBG hat das frühere Behördengebäude erworben, saniert und baut es um zu einem Wohnhaus mit 13 Wohnungen. FOTO: Gabi Nitsche