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Wo sich etwas bewegt . . .

„Weißwasser feiert“ , so kurz und bündig lautet das Motto Anfang September in der Großen Kreisstadt, wenn sowohl die Waldeisenbahn, die Hermannsdorfer wie auch die Görlitzer Straße zum Feiern einladen. Bereits vor längerer Zeit fand sich ein mehrköpfiges Organisationskomitee zusammen, das die „Weichen“ für die einzelnen Programmpunkte stellt.



Am 5. und 6. September können sich die Weißwasseraner auf so einiges gefasst machen. „Die Genehmigungen sind soweit unter Dach und Fach, so das jetzt alle Fäden beim Stadtverein zusammen laufen“ , erklärte Heiko Lichnok von der Waldeisenbahn Muskau.
Die einzelnen Aktivitäten, die auf den Schultern mehrerer Beteiligter verteilt wurden, versprechen unterhaltsame Stunden zu werden. Zwar sei noch längst nicht alles in trockenen Tüchern, dennoch lüfteten die Organisatoren am RUNDSCHAU Stammtisch schon bei einigen Programmpunkten den Mantel des Schweigens.
„Ein Novum bei den Festen der Waldeisenbahn der vergangenen Jahre ist auch der neue Name. Wir nennen es nicht mehr Bahnhofsfest, sondern ab jetzt ,Wald-Bahn-Fest'“ . Neben den bisherigen altbewährten Waldeisenbahn-Sachen, dazu gehören klassische Themen wie der Fahrbetrieb auf beiden Strecken mit historischen Dampfloks, das Museum, Führerstandsmitfahrt, Ausstellungen und ähnliches, wird es auch das Thema Wald- und Forstwirtschaft im weitesten Sinne mit verstärkten Angeboten geben. Im Mittelpunkt wird hier der forstwirtschaftliche Eisenbahnbetrieb stehen, ließ Lichnok die Stammtischbesucher wissen. Geplant ist auch ein Holztransport mit der Waldeisenbahn. Mit ins Boot holen sich die Waldeisenbahner auch das Waldschulheim aus Stannewisch mit Kind gerechten forstwirtschaftlichen Ständen. Auf dem Programm steht auch eine Vorführung mit Jagdgebrauchshunden.
Schwerpunkt der Festivität wird nach wie vor der Bahnhof Teichstraße sein. Dabei hat man die Aktivitäten auf die Vor- und Nachmittagsstunden beschränkt. Auftakt ist jedoch bereits am Freitag, dem 5. September die traditionelle Mondscheinfahrt.
Zur Finanzierung des diesjährigen Festes der Waldeisenbahn trägt auch eine große Tombola bei. „Hier sind für derzeit mit verschiedenen Händlern wegen der Preise im Gespräch“ , so Lichnok, der auch wissen ließ, das es unter anderen Kinderanimationen, Versorgungsstände sowie verschiedene Markthändler mit interessanten Produkten geben wird.
Ein Anziehungsmagnet dürfte ein Trödelmarkt sein, der in letzter Zeit auch in Weißwasser immer populärer wird und seinen Standpunkt am Weißwasseraner Museumsbahnhof haben wird. Hier habe man bereits schon einige Zusagen.
Auf Grund der Festivität an der Teichstraße wird diese nicht durchgängig zu befahren sein. Lediglich die Zufahrt zum Parkplatz wird befahrbar sein. „Gegenwärtig sind wir bemüht, mit Modelleisenbahnern Kontakte aufzunehmen, um das Fest mit deren Anwesenheit zu bereichern“ , fuhr Lichnok fort. Hier denkt man an Modellbauanlagen, die sehr Detail genau gestaltet sind und vor allem die Geschichte der Waldeisenbahn darstellen. Dieser Teil des Festes soll möglichst auch durch eine der beliebten Gartenbahnen mit der Spurweite 45 Millimeter vervollständigt werden.
„Dort wo sich etwas bewegt, zieht man schließlich Leute an“ , so Bernd Krasel, der betont, dass das Fest am Samstag zwar um 10 Uhr beginnt, der erste Zug in Richtung Bad Muskau jedoch bereits um 9.30 Uhr abdampft. Eine Neuheit ist auch die Zusammenarbeit mit dem Weißwasseraner Tierpark bei der Mondscheinfahrt. „Mit dem Kauf dieser speziellen Fahrkarte zur Mondscheinfahrt ist gleichzeitig ein Besuch des Tierparks verbunden (egal zu welchem Zeitpunkt). Gerade am Freitag öffnet der Tierpark auch länger“ , hieß es.
Mit eingebunden in das Weißwasseraner Fest sind natürlich auch die Einzelhändler, wie Heidrun Palmroth, die mit zahlreichen Rabatten zum Fest locken. Auch Maskottchen aus der Region wird man begegnen.
Die Koordinierung des Festes auf der Görlitzer Straße liegt in den Händen von Undine Roßbacher. Hier reicht die Palette vom Aufbau eines Hof-Cafés über Kinderschminken, Elektroautofahrten bis hin zum Drehorgelmann. „Es ist geplant, die gesamte Straße musikalisch zu beschallen“ , so Undine Roßbacher.

kurz & knapp Historisches gesucht
 Zum 100. Jubiläum von Hermannsdorf ist von den Organisatoren eine Ausstellung geplant. Hierfür werden noch alle historische Dokumente oder Fotos gesucht. Besitzer solcher historischer Zeitzeugen können sich in der Lokalredaktion der RUNDSCHAU melden.
Stadtverein koordiniert
Ziel des Stadtvereins ist künftig die Koordinierung aller Weißwasseraner Festivitäten. Bereits im Oktober wollen die Vereinsmitglieder gemeinsam zu Stuhle kommen, um über Veranstaltungen des kommenden Jahres zu sprechen.