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Wo extra Dellen in die Straße kommen

Stühlerücken gab es in dieser Woche zu Beginn der Krauschwitzer Ratssitzung. Frank Lehmann hätte an der Stirnseite sitzen müssen, weil kein Platz für seinen angestammten Platz war. ni/rw

Da wurde hin und her gerückt, und alles war gut. Heike Krahl traf ein, und ihr ging es genauso. Nur musste sie jetzt tatsächlich an der Stirnseite sitzen. Das ist normalerweise der Platz von Ortsvorsteher René Marko. Als der eintraf, guckte er komisch. Ihm blieb nun der freie Platz auf der anderen Sitzungsseite. Bürgermeister Rüdiger Mönch feixte. Denn er wusste um die Ursache für den Platzmangel: neue Tische mit anderen Maßen. Keine versteckte Kamera.

Zurzeit wird die Geschwister-Scholl-Straße in Krauschwitz geflickt. "Kommt da noch eine Deckschicht rauf oder bleibt das so?", erkundigte sich Ratsmitglied Marlis Wudi am Dienstag beim Bürgermeister. Ja, der Landkreis habe da nichts anderes vor. Ratskollege Dieter Heyne hatte noch mehr Informationen parat: "Die bauen extra Dellen rein, damit langsamer gefahren wird…."

In jeder Ratssitzung in Schleife gibt es einen Tagesordnungspunkt Bericht der Ortschaftsräte. Nach der Rede von Schleifes Ortsvorsteher Wolfgang Goldstein und Rohnes Ortschaftsratsvorsitzenden Matthias Jainsch war Mulkwitz an der Reihe. Das wurde der kürzeste Bericht. "In Mulkwitz war nur Sommerpause." Damit hatte Ingo Herschmann die Lacher auf seiner Seite.

Zu etwas fortgeschrittener Stunde hatte das Mikro am Tisch der Verwaltung im Schleifer SKC die Arbeit eingestellt. "Wir sollten halt jetzt doch zum Ende kommen", kommentierte es Gemeinderat Wolfgang Goldstein.

Dort, wo sonst der Standesbeamte im Kromlauer Trauzimmer sitzt, haben kürzlich Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) und der Gablenzer Bürgermeister Dietmar Noack (CDU) Platz genommen, um die städtebauliche Vereinbarung für das Rakotz-Ensemble zu unterzeichnen. "Ich habe mir das jetzt nicht durchgelesen. Ich vertraue ihnen", so Noack in Richtung Minister. Der unterstrich dann noch mal, dass von 2,4 Millionen Euro Baukosten für das Rakotz-Ensemble auch 2,4 Millionen Euro Fördermittel fließen. Damit kann unter anderem die Rakotzbrücke saniert werden. Und gleich sah sich der Minister dann auf der sanierten Brücke stehen. Als altem Bergsteiger würde ihm das nicht schwerfallen, betonte er. Da musste ihn Dietmar Noack allerdings einbremsen. Denn auch für Minister ist der Zugang zur Brücke gesperrt.

In der Sitzung des Technischen Ausschusses in Rietschen warf einer der Anwesenden in Richtung Bürgermeister Ralf Brehmer (Freie Wähler) ein, etwas schnell zu machen. "Schnell machen geht gar nicht, wir sind Verwaltung", antwortete er mit einem breiten Lachen zurück.

Obwohl es im Technischen Ausschuss in Rietschen gar nicht auf der Tagesordnung stand, landeten die Gemeinderäte irgendwann beim Thema Nitrat im Trinkwasser, was derzeit vor allem im Westen der Republik stark diskutiert wird. Gemeinderat Gerd Wenzel erzählte, dass er in seinem Auftrag als Vorstandsvorsitzender der Schlesischen Agrargenossenschaft Daubitz jüngst an einer Beratung im Ministerium in Berlin teilgenommen hat. Dabei ging es um die neue Gülleverordnung und zum Beispiel die längere Zwischenlagerung der Exkremente. "Fakt ist, das bringt nicht einen Sch…haufen weniger", so Wenzel.

Die Organisatoren von Rocknacht und Dorffest in Groß Düben haben in diesem Jahr Multifunktions-T-Shirts in Druck gegeben. Hintergrund ist, die meisten sind eh in mehreren Vereinen aktiv, sodass die Entscheidung für einen schwerfällt.

Schmunzeln musste Eberhard Behr aus Weißwasser dann schon, als er am letzten Samstag in die RUNDSCHAU schaute. Da wurde ausführlich von der Füchse-Mannschaftsvorstellung berichtet. Unter einem Foto stand: "Gut beschirmt macht Marius Stöber noch ein Schwätzchen mit seinen Eltern." Vor zwölf Jahren trug auf einem Foto Behr den damals kleinen Marius auf den Schultern. Schon damals war vom "Vater" die Rede. Eberhard und Ina Behr sehen das mit Humor: "Wir sind und bleiben stolze Großeltern von Marius."