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| 16:56 Uhr

Aufgeschnappt
Wo 100 Prozent nicht erwünscht sind

Stadtwehrleiter Andreas Haertel. Foto: Regina Weiß
Stadtwehrleiter Andreas Haertel. Foto: Regina Weiß FOTO: Regina Weiß
Was den Reportern in der letzten Zeit Besonderes aufgefallen ist.

Johannes Ladusch (18) aus Mühlrose freut sich über die Ehrlichkeit von Herrn Salomon aus Schleife. Denn dieser hatte vorigen Samstag die Geldbörse des jungen Mannes vor einem Einkaufsmarkt gefunden. Der 18-Jährige hatte diese – mit allen Dokumenten darin – am Vormittag verloren und noch vor dem Mittagessen wieder zurückbekommen. Dafür möchte sich der Mühlroser herzlich bedanken und sagt: „Das gehört doch in die RUNDSCHAU.“

Nach 33 Jahren im Dienst kann man auch noch mal ein großes Dankeschön vor der Öffentlichkeit bekommen. Und genau das hat Bad Muskaus Bürgermeister Andreas Bänder (CDU, im Bild) beim Karnevalsumzug getan. Er lobte Stephan Enax als ehemaligen Elferrats-Präsidenten der Parkstadt. Nur mit der Anrede gab es ein paar Probleme. Bänder hob an: „Der geschiedene Präsident. Nein, das stimmt ja gar nicht…“

Als es um die Auftragsvergabe für die Fassadenarbeiten an der Kromlauer Feuerwehr ging, unkten die Gemeinderäte von Gablenz rum, in welcher Farbe denn gestrichen wird. Pink oder lila lauteten die nicht ernst gemeinten Vorschläge. Wen wundert’s, die Sitzung fand am Rosenmontag statt.

Kurz wurde im Gemeinderat in Gablenz auch über den Bau des Infopunktes am Parkplatz in Kromlau gesprochen. Ob dieser denn in diesem Jahr noch gebaut werde, wollte Gemeinderat Jürgen Noack wissen. „Die Ausschreibung für die Kellerfenster ist schon raus“, gab Ratskollege Dino Hoffmann die seiner Meinung nach passende Antwort. Noack hat eine Fensterbaufirma.

Der Gabenzer Bürgermeister Dietmar Noack (CDU) hat Post vom örtlichen Hundesportverein bekommen. „Sie haben sich für die Spende für ihren Zaun bedankt“ , freute sich Noack über diese nette Form der Post.

Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehren von Bad Muskau übernahm Kamerad Frank Stukatz die Versammlungsleitung und begrüßte die Gäste. „Als erstes begrüße ich Kamerad, äh unseren Bürgermeister Herrn Bänder“, so Stukatz. Und schob gleich noch eins hinterher: „Dass mit dem Kameraden kann ja noch werden.“

In seinem Bericht über die Bilanz der Feuerwehrarbeit im vorigen Jahr hob Stadtwehrleiter Andreas Haertel einige Einsätze besonders hervor. So erinnerte er an das Unwetter am 28. Juni, als innerhalb von wenigen Minuten aus Straßen Bäche wurden. Darunter hatte der örtliche Penny-Markt zu leiden gehabt, wo vorn das Wasser rein- und hinten wieder rausfloss. Die Kameraden kamen dort mit dem Besen zum Einsatz. Nach einigen Stunden war laut Haertel „die Grundreinigung im Markt beendet.“

Kritisiert wurde von Stadtwehrleiter Andreas Haertel (im Bild), die Entwicklung, wie mit Rettungskräften und ihrer Arbeit in Deutschland umgegangen wird. Stichworte: Gaffer, fehlende Rettungsgassen, Beleidigungen und andere Ausfälle. Das kommentierte Gerd Preußing, stellvertretender Kreisbrandmeister, wie folgt: „Das sind ja die ersten zwei Seiten meines Berichts. Hast Du die etwa abgeschrieben?“ Haertel darauf: „Sei doch froh, dann sind wir einer Meinung.“

Andreas Haertel wurde in der Jahreshauptversammlung in Bad Muskau für ein weiteres Jahr als Stadtwehrleiter gewählt, und das mit 74 Prozent der Stimmen. Versammlungsleiter Frank Stukatz fand: „Bloß gut, kein SPD-Schulz-Ergebnis.“ Der hatte bekanntlich 100 Prozent bekommen und ist jetzt schon wieder weg von seinem Chefposten.

Dass der Gemeinderat von Krauschwitz wegen Ferien und Krankheit in dieser Woche nicht beschlussfähig war, das sei noch nie dagewesen, so Gemeinderat Thomas Najork. Und bekam gleich von Frank Lehmann Paroli geboten. „Hatten wir in den 95er- und 96er-Jahren schon.“ „Ach, das war doch ein anderes Jahrtausend“, hielt Najork dagegen.

Das deutsch-polnische Brückenfest in Przewoz und Podrosche – immer am 30. April gefeiert – wird wohl in diesem Jahr ins Wasser fallen und ausgerechnet ein Brückentag ist schuld daran. Das fand der Krauschwitzer Gemeinderat Thomas Najork besonders bemerkenswert.

Das Winterlichtfest im Muskauer Park hat längst nicht nur Fans auf der hiesigen Seite der Neiße. Anfragen dazu kommen in Leknica  aus Zielona Gora, Zagan und Zary ein. Auch die Hotels in Bad Muskaus Nachbarstadt sind an diesem Wochenden gut gebucht, erklärt Piotr Kuliniak.

Der Bürgermeister von Leknica hat eine besondere Beziehung zum Winterlichtfest im Muskauer Park. Er weiß genau, dass es das sechste ist, was am heutigen Samstag veranstaltet wird. „Es war der zweite Tag für mich als Bürgermeister“ und die Premiere des Festes. Er sei von Anfang an fasziniert gewesen. „Es ist für mich eine gute Erinnerung.“ (ni/rw)

Bad Muskaus Bürgermeister Andreas Bänder. Foto: Regina Weiß
Bad Muskaus Bürgermeister Andreas Bänder. Foto: Regina Weiß FOTO: Regina Weiß