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Ausgezeichnet vom Ostdeutschen Sparkassenverband
Zittauer Unternehmen funkt eine Erfolgsgeschichte

Zittau. Der 21. Unternehmer-Preis des Ostdeutschen Sparkassenverbandes ist vergeben. Zwei Ehrungen gehen in den Landkreis Görlitz.

Der Unternehmerpreis des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) ist vergeben: Zwei  Preisträger kommen aus Sachsen.  Unternehmer des Jahres ist das Unternehmen Digades aus Zittau, Kommune des Jahres ist die Gemeinde Großschönau. Digades-Geschäftsführer Lutz Berger und der Bürgermeister der Gemeinde Großschönau, Frank Peuker, haben die Preise in Potsdam entgegen genommen. Sie stehen für Aufbruch, Optimismus, Kreativität und Ideenreichtum, aber auch Verbundenheit mit der Heimat und Verantwortung für das Gemeinwesen. Das teilt der Sparkassenverband mit.

Das Unternehmen des Jahres entwickelt elektronische Systemlösungen für Autos und Gebäude und ist weltweit der größte Hersteller von Funkfernbedienungen für Autostandheizungen. Die Zittauer haben auch ein Kontrollgerät für den Reifendruck entwickelt, das sich im Reifen befindet und mit „dguard“, ein automatisches Notrufsystem für Motorradfahrer. Das 1991 mit sieben Ingenieuren gegründete Unternehmen beschäftigt heute 164 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von 23 Millionen Euro.

„Wir begleiten das Unternehmen erst seit ein paar Jahren, die aber von einer guten Zusammenarbeit gekennzeichnet sind“, so Sparkassenvorstand Frank Hensel.

Als Kommune des Jahres und Landessieger Sachsen ist die Gemeinde Großschönau mit der Textilgeschichte der Damast- und Frottierweberei eng verbunden. Großschönau ist Deutschlands ältestes Weberdorf. Davon zeugen vielen kleine und große Umgebindehäuser, meist ehemalige Weberhäuser, sowie die für ein Dorf ungewöhnlichen Villen der Fabrikanten.

Deutschlands einziges Damast- und Frottiermuseum erläutert Besuchern die bis 1666 zurückreichende Tradition der Damastweberei. Der deutschlandweit einzige funktionstüchtige Handzugwebstuhl von 1835 für diese Gewebeart zählt zu den besonderen Raritäten des Museums, ebenso wie der letzte funktionstüchtige Frottierhandwebstuhl. „Großschönau zählt schon seit Jahren zu den aktivsten Gemeinden, wenn es um die touristische Vermarktung des historischen Erbes Textilindustrie geht“, erläutert Frank Hensel. „Wir sind seit 1991 Partner der Gemeinde, worauf wir sehr stolz sind.“ Außerdem ist Großschönau bei Wanderern und Radtouristen sehr beliebt, die Gemeinde ist stolz auf die guten Schulen und Kitas.

(kw)