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| 17:40 Uhr

Ver- und Entsorgung
Wasserzweckverband investiert 2,2 Millionen Euro

Wasserzweckverband Mittlere Neiße - Schöps: Verbandsvorsitzender Rüdiger Mönch und Geschäftsführerin Petra Brünner.
Wasserzweckverband Mittlere Neiße - Schöps: Verbandsvorsitzender Rüdiger Mönch und Geschäftsführerin Petra Brünner. FOTO: Gabi Nitsche / LR
Weißwasser. Der Wasserzweckverband Mittlere Neiße – Schöps (WZV) will in diesem Jahr rund 2,2 Millionen Euro in Trink- und Abwasservorhaben investieren. Das bestätigen Verbandsvorsitzender Rüdiger Mönch und Geschäftsführerin Petra Brünner auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Das ist in diesem Umfang neu, und wird in der Zukunft noch häufiger so sein. Denn nur noch der Verband kann Fördermittel im Trinkwasser- und Abwasserbereich beantragen, betont Petra Brünner. Das sei in der Vergangenheit anders gewesen. Geplant sind in diesem Jahr eine neue Schmutzwasserdruckleitung zwischen Klitten und Uhyst sowie eine Trinkwasserleitung zwischen Uhyst und Klitten. „Wir wollen in Klitten die Teichkläranlage außer Betrieb nehmen und das Abwasser hereinnehmen ins Klärwerk Boxberg“, erklärt die Geschäftsführerin. Was das Trinkwasser angeht, so fließt dieses bisher über eine Leitung und Kringelsdorf. „Jetzt wollen wir eine zweite Einspeisung errichten über Uhyst und stabilisieren damit die Trinkwasserversorgung in dem Bereich, aber ebenso an den touristischen Standorten rund um den Bärwalder See, erläutert Petra Brünner. Von Gabi Nitsche

Der Wasserzweckverband Mittlere Neiße – Schöps (WZV) will in diesem Jahr rund 2,2 Millionen Euro in Trink- und Abwasservorhaben investieren. Das bestätigen Verbandsvorsitzender Rüdiger Mönch und Geschäftsführerin Petra Brünner auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Das ist in diesem Umfang neu, und wird in der Zukunft noch häufiger so sein. Denn nur noch der Verband kann Fördermittel im Trinkwasser- und Abwasserbereich beantragen, betont Petra Brünner. Das sei in der Vergangenheit anders gewesen. Geplant sind in diesem Jahr eine neue Schmutzwasserdruckleitung zwischen Klitten und Uhyst sowie eine Trinkwasserleitung zwischen Uhyst und Klitten. „Wir wollen in Klitten die Teichkläranlage außer Betrieb nehmen und das Abwasser hereinnehmen ins Klärwerk Boxberg“, erklärt die Geschäftsführerin. Was das Trinkwasser angeht, so fließt dieses bisher über eine Leitung und Kringelsdorf. „Jetzt wollen wir eine zweite Einspeisung errichten über Uhyst und stabilisieren damit die Trinkwasserversorgung in dem Bereich, aber ebenso an den touristischen Standorten rund um den Bärwalder See, erläutert Petra Brünner.

Mit der Eingemeindung von Klitten nach Boxberg vor fünf Jahren hat der WZV auch die Abwasserentsorgung von Klitten und den sieben Ortsteilen mit insgesamt 1200 Einwohnern übernommen. Das sind Dürrbach, Jahmen, Kaschel, Klein Oelsa, Klein Radisch, Klitten, Tauer und Zimpel. Neu ist, dass am 1. Januar dieses Jahres auch trinkwasserseitig der WZV zuständig wurde. Es gab einen Wechsel vom Trinkwasserzweckverband Neiße – Schöps zum WZV. Laut Mönch und Brünner macht das Sinn, weil das Trinkwasser schon vom Wasserwerk Boxberg in diese Orte kommt. Damit sei die Gemeinde Boxberg so gut wie komplett im WZV. Nur einen Ausreißer gibt es noch abwasserseitig, und das sei Reichwalde.

Was die 2,2 Millionnen Investitionssumme angeht, rechnet der WZV mit 90 Prozent Fördermitteln. Beantragt wurden diese über das Programm Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ Infra Sonderfördergebiet. Derzeit werde der Antrag noch geprüft. Bis Mitte des Jahres sollte die Maßnahme starten können, hofft man beim WZV. Dieser wolle über den gleichen Fördertopf noch Gelder beantragen für die Trinkwasser-Neuanbindung für die ehemaligen Tagesanlagen in Kringelsdorf. Die jetzige Leitung sei zu groß. Petra Brünner spricht von einem Investitionsumfang von etwa 200 000 Euro.

Die Stadtwerke als Pächterin von WZV-Anlagen investiere nicht abwasserseitig, aber im Trinkwasserbereich. Wegen des Ausbaus des Grenzzubringers 127n muss bei Weißkeißel eine Leitung umverlegt werden, die jetzt im Straßenbereich liegt. Eine größere Maßnahme des Unternehmens im Verbandsgebiet, so Brünner, ist eine Trinkwasserleitung von Neustadt zur Wasseraufbereitungsanlage der LMBV an der Ruhlmühle.

Der WZV mit acht Mitgliedsgemeinden ist flächenmäßig sehr groß, betont Vorsitzender Rüdiger Mönch, und soll weiterhin auf zukunftssicheren Füßen stehen. Der Pachtvertrag mit den Stadtwerken ist bis 2022 verlängert worden. So lange laufen auch die Verträge zwischen dem Unternehmen und der Stadt Weißwasser. „Jetzt heißt es zu gucken, wie soll es ab 2023 laufen? Wichtig ist die Zusammenarbeit in der Region und nicht auseinander zu fallen. Es geht strategisch um die Trinkwasserversorgung, um stabile Preise“, betont Petra Brünner. Gerade auch unter dem Aspekt der neuen Trinkwasserleitung. Die von Boxberg nach Weißwasser ist fertig. Der Probebetrieb läuft. Rund 800 Kubikmeter werden täglich nach Weißwasser in die Druckerhöhungsstation an der August-Bebel-Straße gespeist und dort vermischt mit Wasser aus dem Wasserwerk Schwarze Pumpe. Am 29. Januar erfolgt die feierliche Inbetriebnahme. Was die Untersuchungen für die Trinkwassergewinnung aus dem Uferfiltrat am Bärwalder See angeht und die derzeitigen Pumpversuche sollen die Berechnungsergebnisse der Wissenschaftler an diesem Tag in interner Runde präsentiert werden.