| 14:37 Uhr

Wirtschaft
Stimmung im Handwerk im Kreis Görlitz hellt sich auf

Görlitz. Handwerksunternehmen aus der Region berichten laut Handwerkskammer über gut gefüllte Auftragsbücher und steigende Umsätze.

Laut Handwerkskammer Dresden zeigt der aktuelle Trend in die richtige Richtung: Im dritten Jahr in Folge beurteilen die Handwerksunternehmen im Landkreis Görlitz ihre konjunkturellen Aussichten besser als vor einem Jahr. Das ist ein Ergebnis der Herbst-Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Dresden, teilt diese mit. Über 4300 der rund 22 300 Mitgliedsbetriebe wurden befragt. Die Rücklaufquote betrug 13 Prozent.
 Demnach geben rund 58 Prozent der Handwerker im Landkreis Görlitz an, dass ihre Betriebe zu einhundert Prozent ausgelastet sind. Das sei der beste Wert im gesamten Kammerbezirk. Etwa 64 Prozent der Unternehmen beurteilen ihre derzeitige Geschäftslage als gut, mehr als 30 Prozent gehen von steigenden Umsätzen im nächsten Quartal aus. Dennoch werden die Geschäftslagen und -erwartungen etwas ungünstiger eingeschätzt als in den Landkreisen Bautzen, Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und in der Landeshauptstadt Dresden.
„Die positive Entwicklung des regionalen Handwerks ist das Ergebnis harter Arbeit jedes einzelnen Handwerkers“, sagt Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden. „Um die Wettbewerbsfähigkeit des Handwerks weiter zu stärken und den Strukturwandel in Ostsachsen zu fördern, sollte die sächsische Staatsregierung, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, das Programm Regionales Wachstum wiedereinführen“, so Brzezinski. Mit diesem Programm förderte der Freistaat in den Jahren von 2006 bis 2009 Investitionen in strukturschwachen Räumen. Ziel war es, qualifizierte Dauerarbeitsplätze oder Ausbildungsplätze zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit bestehender kleiner Unternehmen zu verbessern.
Zudem seien insbesondere verstärkt Investitionen in die Infrastruktur notwendig, so Andreas Brzezinski.

(ni)