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| 19:04 Uhr

Strukturwandel in der Lausitz
Lausitz drückt auf Tempo in Berlin

Cottbus. Leag-Vorstand sagt Entscheidung zur Umsiedlung von Mühlrose bis Ende März zu. Von Jan Siegel

( Die Mitarbeiter des Lausitzer Energieunternehmens Leag treibt die Sorge um ihre Zukunft um. Sie waren am Donnerstagvormittag in die Messe Cottbus zu einer Betriebsversammlung gekommen. Die Plätze in der mit 1700 Sitzen bestuhlten Halle reichten nicht aus.

Die wichtigste Frage der Kohlekumpel und Energiearbeiter: „Wie geht es für uns weiter nach dem Kompromiss in der Kohlekommission?“ Um diese Frage zu beantworten, waren neben dem Leag-Vorstand und Gewerkschaftern mit dem Vorsitzenden der IG BCE Michael Vassiliadis auch die Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Sachsen, Dietmar Woidke (SPD) und Michael Kretschmer (CDU), nach Cottbus gekommen. Die beiden Landespolitiker hatten da schon eine Einladung zum Abendessen bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Kanzleramt in der Tasche. Gemeinsam mit ihren Amtskollegen aus Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU) und Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (CDU), haben sie sich vorgenommen, aufs Tempo zu drücken, wenn es um die Umsetzung des Kohlekompromisses geht. Schließlich müssten die Empfehlungen der Kommission in verbindliche Gesetze gegossen werden. „Denn jetzt ist die Bundesregierung am Zuge“, sagte auch Leag-Vorstandssprecher Helmar Rendez. Er versprach, dass bis Ende März dieses Jahres von der Leag eine verbindliche Aussage getroffen wird zur geplanten Umsiedlung des Trebendorfer Ortsteils Mühlrose im Landkreis Görlitz. Die Ministerpräsidenten erwarten von der Bundesregierung bis Ende April Gesetzesvorlagen mit verbindlichen Zahlen zum Strukturwandel.

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