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Digitalisierung
29,5 Millionen Euro fürs Breitband

Krauschwitz. Von Gabi Nitsche ni

Gleich neun Bescheide für den Breitbandausbau hat Staatssekretär Stefan Brangs, Beauftragter der sächsischen Staatsregierung für Digitales, am Freitag in Krauschwitz an den Landkreis Görlitz übergeben.

Insgesamt profitieren 31 Städte und Gemeinden von den Zuwendungen des Freistaats in Höhe von 29,5 Millionen Euro. Zuvor hatte der Bund bereits 64,4 Millionen Euro für den Ausbau zur Verfügung gestellt. Die Gesaminvestitionen belaufen sich auf rund 122 Millionen Euro. Damit sollen unter anderem rund 3000 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Profitieren sollen davon am Ende über 8300 Haushalte und 683 Firmen.

Staatssekretär Brangs: „Es ist vorbildlich, wie der Landkreis Görlitz den Breitbandausbau für seine Kommunen in die Hand genommen hat. Gerade für ländliche Regionen ist ein leistungsfähiger Breitbandanschluss wichtig, um auch in Zukunft sowohl Standort für innovative Unternehmen als auch attraktiver Wohnort zu sein. Mein Dank gilt daher allen Verantwortlichen. Ich hoffe sehr, dass die neue Bundesregierung das Thema Breitbandausbau weiter voranbringen wird.“ Dezernentin Heike Klettwitz, die die Förderbescheide entgegennahm, betonte, vor allem die Unternehmen würden dringend auf schnelles Internet warten. Aus diesem Grunde strebe der Landkreis die ersten Tiefbauarbeiten für 2018 an.

Welche enorme Bedeutung der Breitbandausbau für die Wirtschaft im ländlichen Raum ist, machte Wolfram Kreisel, Geschäftsführer der Firma Kreisel GmbH & Co. KG aus Krauschwitz deutlich. Denn Brangs übergab die Förderbescheide im Rahmen eines Unternehmensbesuchs dort. Das mittelständische und international agierende Familienunternehmen mit 140 Mitarbeitern plant, konstruiert und vertreibt Anlagen und Komponenten des Maschinen- und Anlagenbaus im Fachgebiet Schüttgut und Fördertechnik. Ein schnellerer Internetabschluss könnte die Zusammenarbeit der verschiedenen Standorte in Krauschwitz, Hamburg, Poznan (Polen), Augsburg und Blankenburg verbessern und ausgewählten Mitarbeitern durch Home Office Anwendungen enorme Fahrzeiten ersparen. Außerdem plant das Unternehmen das Ausrollen einer Monitoringlösung. So könnten Betriebs- und Maschinendaten von den Kunden aus aller Welt von Krauschwitz aus überwacht werden, verwies Wolfram Kreisel auf die wichtigsten Vorteile.