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| 14:26 Uhr

Wirtschaft
Keulahütte Krauschwitz an Schweizer verkauft

Die Pulver-Beschichtungsanlage für große Formstücke und schwere Armaturen in der Keulahütte Krauschwitz in Betrieb.
Die Pulver-Beschichtungsanlage für große Formstücke und schwere Armaturen in der Keulahütte Krauschwitz in Betrieb. FOTO: Gabi Nitsche
Krauschwitz. Neue Inhaber kündigen Investitionen im Unternehmen an.

Manchmal entpuppen sich Gerüchte auch als wahr. So geschehen dieser Tage in Bezug auf die  Keulahütte in Krauschwitz. Da zog die Nachricht durchs Dorf, dass das Traditionsunternehmen verkauft worden ist. Die RUNDSCHAU fragte diesbezüglich nach und bekam Antwort.

Ja, die Keulahütte ist verkauft worden. Käuferin ist die KHK Casting AG mit Sitz in Zug (Schweiz). Vorgesehen ist, dass der Krauschwitzer Betrieb operativ in die vonRoll hydro-Duktus-Gruppe integriert und durch diese in den Bereichen Infrastrukturguss für Wasser- und Gasversorgungen sowie Industrieguss weiterentwickelt wird. Das teilen die Krauschwitzer in Absprache mit ihrem neuen Eigentümer mit. Neben den internationalen Vertriebskanälen der Gruppe profitiert die Keulahütte künftig auch von den neuen Engineering- und Entwicklungskapazitäten. Weitere Synergien werden sich im Beschaffungswesen ergeben. So hat vonRoll hydro in den vergangenen Monaten das sogenannte „Internet des Wassers“ konzipiert und insbesondere mit Hydroport eine besondere Zugangssoftware dafür entwickelt. In diesem Zusammenhang ist geplant, in Krauschwitz einen Servicestützpunkt für die damit verbundenen Dienstleistungen aufzubauen (Leckortung, Unterhaltsdienstleistungen). Wichtige Voraussetzung dafür ist, dass die Internetanbindung in Krauschwitz allerdings auf den derzeit üblichen Standard verbessert werden muss.

Weiterhin kündigt der neue Eigentümer an, dass das aktuelle Management die Geschäfte der Keulahütte auch künftig leiten wird. Die Produktivität der Eisengießerei mit Produktionseinrichtungen für maschinen- und handgeformte Gussteile müsse sich aber substantiell erhöhen. Dies soll einerseits durch neue Geschäfte erfolgen, welche eingebracht werden, werde andererseits aber auch mit überblickbaren Personalanpassungen verbunden sein. Betriebsrat wie Belegschaft sind informiert und die letztlich umzusetzenden Maßnahmen werden in diesem Kreis besprochen werden, erfährt die RUNDSCHAU.

Es soll aber auch am Standort Krauschwitz investiert werden. Der konkrete Investitionsbedarf werde in den kommenden Monaten ermittelt. Insgesamt stellt die neue Eigentümerschaft dafür zwei Millionen Euro zur Verfügung.

(rw)