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| 16:39 Uhr

Krauschwitz
Wirbel um Krauschwitzer Rinderherde

Aus rund 200 Strohballen wollen die Landwirte eine Fangbox für die 20 Galloways errichten.
Aus rund 200 Strohballen wollen die Landwirte eine Fangbox für die 20 Galloways errichten. FOTO: Torsten Richter-Zippack
Krauschwitz. 20 Tiere sollen an einen neuen Standort gebracht werden. sie müssen aber erst eingefangen werden. Von Torsten Richter-Zippack

Aufregung gibt es derzeit um eine Herde von rund 20 Galloway-Rindern auf einer Fläche zwischen Krauschwitz und Weißkeißel. Nach dem Tod ihres Besitzers kümmert sich das Lebensmittel- und Veterinäramt des Landkreises Görlitz um die Tiere. „Das ist mit dem Nachlasspfleger der unbekannten Erben des Tierhalters so abgestimmt“, erklärt Kreissprecherin Franziska Glaubitz.

Tierschützer befürchten allerdings, dass die Behörde die Rinder umgehend zum Schlachthof transportieren lasse. Nach Angaben einer Krauschwitzerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will, befinden sich in der Herde auch trächtige Muttertiere, deren Schlachtung ein Verstoß gegen geltendes Recht sei.

Was tatsächlich mit den Galloways passieren wird, sagt Franziska Glaubitz: „Die Krauschwitzer Herde wird mit amtstierärztlicher Aufsicht unter Vermeidung von Beunruhigungen der Rinder in ein Tiertransportfahrzeug verbracht und nachfolgend pfleglich untergebracht, um die weitere Versorgung sicherzustellen.“ Um Gefahren für Menschen und Tiere zu vermeiden, gebe es Orts- und polizeiliche Unterstützung. Die Koppel befindet sich direkt neben der dicht befahrenen B 115. Allerdings müssen die Rinder erst eingefangen werden. Dazu haben örtliche Landwirte am Freitag eine Fangbox aus Strohballen errichtet.