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Winterpflege für den Rasen

Die Sommermonate haben den heimischen Rasen als Spiel- und Liegefläche zum Teil mächtig strapaziert. Jetzt geht das Grün in die Winterpause. Damit der Rasen die kalten Monate gut übersteht, braucht er bis zum ersten Frost noch ein wenig Pflege. Bernd Witzmann, Parkmeister im Muskauer Park, hat ein paar praktische Tipps parat. chk2

Die meisten Früchte im Garten sind abgeerntet, viele Blumen bereits verblüt. Jetzt geht es daran, den Garten winterfest zu machen. Dabei sollte auch der Rasen nicht vergessen werden.

Laub und Fallobst

"Wichtig ist, dass Fallobst und Laub vom Rasen herunterkommen", sagt Bernd Witzmann. Einmal wöchentlich sollte zur Harke gegriffen werden. Bleiben Blätter und Früchte auf dem Gras legen, kann es schimmeln, Faulstellen bilden oder von Pilzen befallen werden. Das Ergebnis sind spätestens im Frühjahr unansehnliche braune Stellen.

Das Harken lohnt sich doppelt: Denn dabei können beispielsweise auch kleine Moosstellen mit entfernt werden.

Mähen bis zum Frost

Auch wenn es draußen bisweilen schon ordentlich kühl ist: Die Wachstumsperiode des Rasens ist noch nicht beendet. "Das Gras wächst durchaus noch solange, bis draußen die ersten Frostnächte herrschen und die Temperaturen auf null bis fünf Grad sinken", sagt Bernd Witzmann. Bis dahin sollte das Grün regelmäßig gemäht werden - optimal ist eine Länge von vier Zentimetern, so der Fachmann. Wenn die Halme zu lang werden, knicken sie um. Dadurch gelangt nicht mehr genügend Licht und Luft an die Grasnarben. Das schadet den Pflanzen auf Dauer.

Bei Bedarf wässern

Die Zeit des üppigen Wässerns ist im Oktober vorbei. Der Rasen bereitet sich auf seine Winterruhe vor und kommt üblicherweise mit der Feuchtigkeit, die zum Ende des Jahres vorhanden ist, aus. "Nach längeren Trockenperioden ist es allerdings dennoch ratsam, den Rasen zu wässen. Das Gleiche gilt für immergrüne Nadelgehölze, die auch im Winter an frostfreien Tagen zusätzliches Wasser vertragen können", sagt der Gartenexperte.

Kraft für den Winter

Wer seinem Rasen über die kalten Monate etwas Gutes tun möchte, sollte ihn neben dem Harken und Mähen auch unbedingt noch einmal düngen. "Optimal sind spezielle Herbstrasendünger. Diese enthalten eine große Portion Kalium. Ideal sind Produkte mit einem Kaliumanteil von 18 bis 20 Prozent", sagt Bernd Witzmann. Das Kalium verleiht dem Rasen Kraft für den Winter, denn es erhöht die Frostbeständigkeit und bietet damit den perfekten Winterschutz, so das Experte. Spätestens jetzt im Oktober sollte die Kraftreserve ausgebracht werden. Falls es längere Zeit nicht geregnet hat, empfiehlt sich eine zusätzliche Bewässerung des Rasens, damit der Dünger gut eingeschlämmt wird.

Betreten tabu

Auch wenn das Gras im Sommer beim Spielen, Grille und Toben einiges mitmacht. Im Winter gilt: Besser nicht betreten. "Die Halme knicken bei Frost ab und bleiben liegen. Das tut dem Rasen nicht gut", sagt Bernd Witzmann.