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2018
Wie war das doch mit den guten Vorsätzen?

Yvonne Urban aus Reichwalde ist 38 Jahre alt und von Beruf Zahnarzthelferin. Mit ihren drei Kindern: Lina, Alena und Pia trafen wir sie in Weißwasser.
Yvonne Urban aus Reichwalde ist 38 Jahre alt und von Beruf Zahnarzthelferin. Mit ihren drei Kindern: Lina, Alena und Pia trafen wir sie in Weißwasser. FOTO: Arlt Martina
Weißwasser. Das alte Jahr ist kaum vorüber, und damit meist auch die guten Vorsätze. Gerade im hektischen Alltag ist es oft schwieriger, sie umzusetzen als gedacht. Doch die Leute geben nicht auf, stellen sich neue Ziele, wie eine Umfrage in Weißwasser ergab. Von Martina Arlt

Die Weißwasseranerin Ute Wenzel (59) ist mit ihrem  Job in der Hausverwaltung glücklich. Diese Tätigkeit macht ihr großen Spaß und so möchte sie unbedingt ihren kleinen Job auch im neuen Jahr behalten. In netter Runde möchte sie ihren Null-Geburtstag feiern. 2017 hat sie es geschafft, mehr unterwegs zu sein, den inneren Schweinehund zu besiegen. Hilfreich ist dabei der Hund „Chloe“ ihrer Enkeltochter Antonia. Der Vierbeiner fordert Bewegung, und so ist Ute Wenzel viel an der frischen Luft, und es purzeln einige Pfunde.

Für die gebürtige Weißwasseranerin Dajana Schier (26) hat sich in diesen Tagen viel verändert. Die gelernte Köchin gehört zu den Rückkehrern. Sie  war für zwei Jahre in Holland beruflich tätig. Trotz Aufstiegs brach sie ihre Zelte dort ab. Sie hofft, dass ihr Partner Steve, ein Holländer, mit nach Weißwasser kommt. Sie erwartet nun ein Baby und ist in ihrer Heimat wieder angekommen. Sie wünscht sich nur, „dass alles gut mit meiner Püppi über die Bühne geht. Das Kind soll schon in der Familie aufwachsen“, die sich in Weißwasser befindet. Für die Stadt Weißwasser hofft die junge Frau, dass es immer aufwärts geht. Denn sie findet schon, dass die Stadt in den vergangenen Jahren sich zum Positiven verändert hat.

Die 59-jährige Kerstin Henze aus Weißwasser hofft auf eine bessere Gesundheit im Jahr 2018, das wäre ihr Herzenswunsch. Sie möchte sich mehr sportlich betätigen, schwimmen gehen oder auch Gymnastik treiben. Zu den Veränderungen in der Stadt, die  sie begrüßen würde, gehören bessere  kulturelle Angebote für alle Altersklassen.

Yvonne Urban (38) aus Reichwalde schlenderte noch einmal mit ihren Kindern Alena, Pia und Lina im alten Jahr durch die Geschäfte an der Saschowawiese. Für das neue Jahr hat sie sich vorgenommen, viel Zeit mit der Familie zu verbringen. Sie hofft für Tochter Pia auf eine gute Lehrstelle, die schon etwas mit Tieren zu tun haben sollte. „Auch sportlich möchte ich etwas aktiver werden. Aber wenn man sich etwas vornimmt, dann sollte man es sofort beginnen.“ Das müssen nicht immer die guten Vorsätze für das neue Jahr sein. Wenn man den Willen hat, kann man es zu jeder Zeit umsetzen, sagt sie.

Die 62-jährige Rentnerin Marlis Grimm aus Weißwasser würde im neuen Jahr sehr glücklich sein, wenn sie ihre Kinder doch öfter sehen könnte. Sie gehört im SpinnNetz seit fünf Jahren zu den Strickfrauen, die Mützchen und Söckchen für die Babys im Krankenhaus stricken. Die sozialen Kontakte dort findet sie hervorragend. Doch sie würde sich freuen, wenn diese Aktion mehr von Leuten unterstützt wird. Denn Wolle ist wieder knapp geworden, und auch die Resonanz ist oft sehr gering, findet sie.

Joachim Müller (69) würde sich sehr freuen, wenn es mit der Stadt Weißwasser unter Regie von Oberbürgermeister Torsten Pötzsch weiter voran geht. Er habe nur lobende Worte zum Stadtoberhaupt parat. Auf jeden Fall möchte Joachim Müller im Jahr 2018 mit seiner Frau gemeinsam den 140. Geburtstag feiern.

Der gelernte Kfz-Schlosser Roy Pohl (36) aus Groß Düben wünscht sich, dass er immer wieder seine alten Freunde wiedersieht und dass alle gesund bleiben. Roy ist in seinem Heimatort Groß Düben sehr aktiv. So  hofft er, dass auch künftig die vielen Feste im Ort gemeinsam mit allen Vereinen zünftig gefeiert werden und alle Spaß haben.Die Heimat von Sandra Herrmann (35) ist ebenfalls Groß Düben, doch sie ist in der Zwischenzeit in der Schweiz heimisch geworden. Sie lernte  Restaurantfachfrau und hat jobtechnisch in der Schweiz einen guten Griff gemacht, sagt sie. Dass es so bleibt, das ist der Wunsch der jungen Frau. Auf jeden Fall möchte sie im neuen Jahr wieder eine tolle Reise starten, doch das Ziel steht noch nicht fest.

Annett Helbig (37) ist gelernte Altenpflegerin und in Teicha zuhause. Sie persönlich möchte gern abnehmen, ein Vorsatz, der nicht so leicht umzusetzen ist. Sie hofft auch, dass sie und ihr Mann die Arbeit behalten. Sohn Elias möchte  weiterhin in der Daubitzer Schule viel Spaß haben, meint der Junge. Bruder Niclas hat sich selbst das Ziel gestellt, seine Zensuren und auch die Ordnung in der Schule zu verbessern.

Pauline Kreisel (21) absolviert eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin und wünscht für sich mehr Selbstdisziplin. Der innere Schweinehund bezüglich Sport und Essen will sie überwinden. Sie ärgert sich auch, dass sie es mit dem Rauchenaufhören 2017 nicht geschafft hat.

Schwester Kerstin (25) arbeitet als Betreuerin beim Sozialteam im Haus am Hain in Weißwasser. Für sie wäre wünschenswert, wenn sie manche Dinge etwas gelassener sehen könnte. Zwei Vorsätze hat sie sich für 2018 vorgenommen: mehr Sport zu treiben und weniger zu rauchen.