In mehrjähriger Recherche für das über 120 Seiten umfassende Heft hat Wolfgang Hanke mit Jürgen Meissner zum Teil jahrhunderte alte Archive durchstöbert, Geschichten und Geschichte zusammengefasst, die weit über das Interesse von Orgelliebhabern hinaus gehen dürften. Wenigstens sechsmal fielen Orgeln samt Kirchen Stadtbränden oder Krieg zum Opfer, belegten die Forschungen. Das Buch geht auch auf die Erbauer und die Musiker an der Orgel ein, dem Instrument, dass die mit Abstand größten Möglichkeiten bietet, wie der Forster Kantor Johannes Dette hervorhebt. „Sie heißt nicht umsonst Königin der Instrumente.“ Wollte man beispielsweise die Eule-Orgel in der St. Nikolai-Kirche noch einmal kaufen, würde sie heute etwa eine Million Euro kosten, erklärt Dette auch den monetären Wert des vorhandenen Instruments, das an Stelle der zerstörten barocken Kunstwerks entstand. 1958 zahlte die Kirche 87 680 Mark und 33 Pfennig für die Eule-Orgel.
Die älteste erhaltene Orgel im Raum Forst steht demnach heute in der Groß Schacksdorfer Kirche und stand ursprünglich in der Kirche des abgebaggerten Weißagk.
Das Büchlein „Gott loben ist unser Amt - Forst (Lausitz) als Orgelstadt“ kostet 7,90 Euro und wird von der Evangelischen Kirchengemeinde Forst in einer Erstauflage von 800 Stück herausgegeben.
Die Präsentation und der erste Verkauf ist während des Konzertes für Traversflöte, Blockflöte und Virginal von Iris und Eckhard Bürger (Samstag, 12. November, 17 Uhr, St. Niko lai-Kirche). Das Büchlein ist nach der Präsentation auch in den Forster Buchhandlungen Berger und Gutenberghaus, bei der Toruist-Information des Fremdenverkehrsvereins sowie im Kirchenbüro an der Blumenstraße erhältlich. (js)