Seit 2006 ist die Gemeinde nimmt die Gemeinde Rietschen beim European Energy Award (EEA) teil. Das hat einerseits ganz pragmatische Gründe – es winken Fördermittel für die Energiereduzierung. Hat aber andererseits auch ganz ökologische Gründe – man tut nämlich etwas für die Umwelt.

„Und das haben wir begonnen, noch bevor Schüler freitags nicht zur Schule gegangen sind“, kommentiert Bürgermeister Ralf Brehmer (parteilos). Roland Michler, der für die Umsetzung des EEA-Plans in Rietschen verantwortlich ist, konstatiert mit Blick auf das vergangene Jahr: „In Sachsen ist 2019 nur die Stadt Chremnitz besser als wir.“

Rietschen strebt beim Energiesparen erneut Gold an

Das wollen die Rietschener natürlich nicht auf sich sitzen lassen, weshalb der Gemeinderat jüngst den Arbeitsplan für das laufende Jahr in Sachen Energieeinsparung beschlossen hat. So soll 2020 etwa die Umrüstung der Straßenleuchtung weiterhin auf energiesparende LED umgerüstet werden. „Bislang haben wir in der Gemeinde bereits 50 Prozent geschafft“, erklärt Roland Michler. Hinzu kommt die Beleuchtung in öffentlichen Gebäuden. Dort ist darüber hinaus auch die Wärmedämmung ein wichtiger Aspekt. Ziel sei es, für 2020 erneut mit Gold zertifiziert zu werden.

Ein wichtiges Signal aus Sicht der Gemeindeverwaltung ist es zudem, dass das bislang europäische Projekt künftig vom Freistaat weitergeführt wird. „Vonseiten der Europäischen Union soll es künftig keine Gelder mehr geben“, berichtet der Energiebeauftragte, „allerdings will das nun der Freistaat weiterführen.“

Roland Michler appelliert in diesem Zusammenhang, dass der Gemeinderat sich ebenfalls am Programm aktiv beteiligt. „Wir haben zwar einen Jahresplan, allerdings geht es auch um langfristige Ziele“, so Michler. Genau dafür müsse der Rat Prioritäten setzen.

Bushaltestelle in Daubitz soll verlegt werden

Im Zuge des Arbeitsplanes für dieses Jahr ist vorgesehen, die Bushaltestelle in Daubitz für die Schule zu verlegen. „Wir werden irgendwann keine Verkehrshelfer mehr haben“, erklärt dazu Bürgermeister Ralf Brehmer, „deshalb ist es sinnvoll, schon jetzt über Alternativen zu diskutieren.“ Die Gemeinde wolle daher die Haltestelle näher an die Grundschule verlegen, allerdings ist das Vorhaben bereits schon mehrfach abgelehnt worden.