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| 02:49 Uhr

Wenn Thomas Jurk Bundeskanzlerkandidat und der Berliner Flughafen fertig wäre

Die Rock-'n'-Roll-Band The Mean Machines ist nicht nur beim Neptunfest am Halbendorfer See dabei. Wie die RUNDSCHAU im gestrigen Neptunfest-Magazin berichtete, rocken die fünf Musiker aus Weißwasser auch die MDR-Bühne beim Tag der Sachsen in Löbau.

Das ist am 1. September der Fall. Die Jungs um Bandsänger Sebastian Krüger treten dann mit der legendären ungarischen Gruppe Omega auf. Die hätte sein Vater früher gern gehört. Deswegen geht Sebastian Krüger davon aus, dass seine Eltern zum Konzert kommen. "Das würde mich sehr freuen, es ist ihre Chance, denn bisher waren sie noch nie bei einem Live-Konzert von uns dabei", so der Rock 'n' Roller.

Der Groß Dübener Matthias Lindner hat jeden Tag mit Festzelten zu tun. Sie aufzustellen, ein- und herzurichten, das ist sein Job als Festzelt-Verleiher mit Firmensitz in Weißwasser. Ob für Hochzeiten, Firmenjubiläen oder verschiedenste Veranstaltungen, die Zelte sind in den unterschiedlichsten Formen und Größen gefragt. "Die Zelte sind vom Feinsten und als solche gar nicht mehr wiederzuerkennen", ist der Unternehmer überzeugt. Gerade deshalb werde er seine eigene Hochzeit im September nicht in einem der festlichen Leinwandvillen feiern, sondern an einem außergewöhnlichen Ort im Lausitzer Seenland. Wo genau und wann, das wird nicht verraten. Nur soviel: Gefeiert wird mit Blick auf einen Leuchtturm, und darauf freue er sich schon sehr.

Für das Richtfest der neuen Tourist-Information in Bad Muskau war Mittwoch alles bestens vorbereitet. Sogar einen Birkenbaum hatten die Bauleute hochgehievt. Plötzlich herrschte Unruhe kurz vor dem scharfen Start. Ein Glas fehlte, das Zimmermann Bernd Petrick nach alter Tradition und seinem Richtspruch am Bauwerk zerschmettern sollte. Hausmeister Hartmut Nicko von der benachbarten Grundschule wusste Rat, eilte los und kam mit einem geeigneten Glas wieder. Das Richtfest war gerettet.

Auf die Frage, wann die B 178n zwischen Zittau und Cottbus fertig werden könnte, hob Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) zunächst auf die Bedeutung der möglichen, neuen Schnellstraße für die Lausitz ab. Schließlich gehe es nicht nur um eine gute und schnelle Verbindung nach Polen oder Tschechien. "Es geht ja auch um die Anbindung an den Berliner Flughafen." Kurze Pause, die Bürgermeister schauen sich an. Dieser sei, so führ Torsten Pötzsch geistesgegenwärtig fort, "bestimmt schneller fertig" als die mögliche Lausitzer Nord-Süd-Achse. Warten wir's ab, kann man da nur sagen.

Zu den Besuchern von "LR vor Ort" am Donnerstagabend in Rietschen gehörte auch SPD-Bundestagsabgeordneter Thomas Jurk. Er hatte sich unters Publikum gemischt. Nach der knapp zweistündigen Diskussion sprach ihn Martin Baldenius aus Rietschen-Hammerstadt an und fragte mit ernster Mine: "Warum sind Sie nicht Kanzler-Kandidat?" Jurk guckte verdutzt und gestand, das sei er noch nie zuvor gefragt worden.

Bei der Übergabe des Kraftwerks Boxberg von dessen altem Chef Thomas Hörtinger an den neuen, Carsten Marschner, vor Pressevertretern, wurde die Runde kurzzeitig stumm. Sirenengeheul und eine Lautsprecheransage unterbrachen jäh das Gespräch: "Technische Überprüfung der Alarmierungsanlage", erklang gleich drei Mal hintereinander. Währenddessen blickten die Beteiligten einander achselzuckend an - wohlwissend, einander nicht verstehen zu können, selbst wenn man etwas sagt. "Das hatten wir das letzte Mal auch schon, als Sie bei uns waren", erklärte Thomas Hörtinger und fügte an: "Das wird zur Tradition." Dabei werde die Anlage seinen Angaben zufolge einmal die Woche automatisch überprüft.