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Wenn sich Torsten Pötzsch als Hexe verkleidet

Um den Karneval in Weißwasser ist es seit einigen Jahren nicht so gut bestellt. Den Stadtklub'77 gibt es aber immer noch. Bei Umzügen befreundeter Karnevalsvereine ist die kleine Schar Unentwegter anzutreffen. So auch am vergangenen Samstag in Sagar. ni/rw/ckx

Der Weißwasseraner Uli Teichert gratulierte den Sagarschen zu der gelungenen Veranstaltung und verkündete: "Wenn unser Oberbürgermeister Torsten Pötzsch als Hexe verkleidet uns den Rathausschlüssel übergibt, dann feiern wir auch in Weißwasser wieder Karneval." Teichert schien total angetan vom Krauschwitzer Bürgermeister Rüdiger Mönch, der sich ja mit seiner Frau als Hexenpaar unters närrische Volk gemischt und dem Sagarschen Carnevalsclub (SCC) zum 35-jährigen Bestehen spaßig gratuliert hatte.

Nach dem Umzug in Sagar nahm SCC-Präsident René Thamm die Glückwünsche von den anderen Vereinen entgegen und wollte besonders nett und freundlich sein, als die Pecherner Abordnung vor ihm stand: "Ich begrüße die Karnevalisten aus der Nachbargemeinde." Thamm entschuldigte sich flugs, "natürlich Ortsteil, wie konnte ich nur ..." Der Hexerich hatte ihm mit dem Besen gedroht, das richtigzustellen.

Auf Krauschwitz könnte eine Katzenplage zukommen. "21 Katzen laufen herum, haben kein Herrchen mehr. Jetzt ist die Zeit, wo sie schwanger werden können. Bei fünf Jungen, wie man sagt, sind es bald 100", rechnete Daniel Mosmann den Gemeinderäten vor. Hier müsse schnellstens was unternommen werden, forderte er auf. Das Echo aus der Runde: "Das ist jetzt wohl schon zu spät …"

Der Bad Muskauer Bürgermeister Andreas Bänder bedankte sich bei allen, die zum Erfolg des Winterlicht-Festes im Muskauer Park beigetragen haben. Allerdings musste er seine Schuhe erst mal zwei Tage lang trocknen lassen. "Die sind nämlich im Morast versunken."

In der Stadtratssitzung in Bad Muskau wollte man vom Geschäftsführer der Bad Muskau-Touristik Dirk Eidtner wissen, ob alle Vermieter die Kurtaxe abrechnen. Auch da gibt es solche und solche war zu hören. "Da wird dann gesagt, das Auto, was da steht, gehört Geburtstagsgästen. Und dann fragt man, was die Gäste im Sommer hier wollen, wenn doch der Geburtstag im Februar ist", so Dirk Eidtner.

Dass die Gemeinde Rietschen einen "Problemwolf" hat, darauf machte Gemeinderat Helmut Perk (Freie Wähler) vom Planungsbüro Sweco Staatssekretär Herbert Wolff bei der Fördermittelübergabe in Rietschen am Montag aufmerksam. "Nun heißen Sie ja mit Familiennamen auch Wolff", fügte Helmut Perk mit einem Lächeln an und spielt im Folgenden auf die Fördermittel von 457 000 Euro an: "Aber Sie scheinen unser Problem-, sondern unser Glückswolf zu sein."

Bei der Beschlussfassung zum neuen Aldi-dm-Marktbau in Weißwasser während der Stadtratssitzung am Mittwoch wies Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) die Stadträte darauf hin, dass doch in der Beschlussvorlage das "dm" kleingeschrieben werden müsse. "Wir haben ja schließlich nicht mehr die D-Mark", sagte er.