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| 14:28 Uhr

Aufgeschnappt
Wenn Miederschlesien nicht zwischen den Zeilen steht

Weißwasser. Was den RUNDSCHAU-Reportern in dieser Woche wieder Besonderes aufgefallen ist.

Ob denn Oberbürgermeister Torsten Pötzsch auf seinem Weg vom Rathaus zum Alten Ziegeleiteich bewusst die Querung der Europäischen Hauptwasserscheide zwischen Nord- und Ostsee wahrgenommen habe, wollte Leag-Chefgeologe Ingolf Arnold wissen am Samstag bei der „Übergabe“ des renaturierten Teichs. Die Hauptwasserscheide verläuft durch Weißwasser, und Weißwasser ist wahrscheinlich die einzige europäische Stadt, die direkt auf einer Hauptwasserscheide steht, so die Vermutung. Arnold: „Erinnern wir uns, vor nunmehr 15 Jahren hatten wir mit Ihrer Amtsvorgängerin Helma Orosz Findlingssteine als Markierung entlang der B 156 gesetzt.“ OB Pötzschs Kommentar am Rande: „So schnell versinkt ein OB in der Bedeutungslosigkeit …“, denn nicht Helma Orosz war seine Vorgängerin. Es war Hartwig Rauh. Die Findlinge befinden sich übrigens an der Bautzener Straße nahe Schillerbank und an der Muskauer, Ecke Karl-Marx-Straße.

Trauen die Halbendorfer etwa den Groß Dübenern nicht über den Weg? Für die Zeit der Ratssitzung am Donnerstag stellten André Blum und Sebastian Krüger ihre Räder nicht in den Fahrradständer vor dem Feuerwehrgerätehaus, sondern schleppten diese mit rein. Thomas Storp augenzwinkernd: „Das ist doch keen Fahrradschuppen …“

Die Volksbahn-Raiffeisenbank Niederschlesien eG hat für die Kita Storchennest in Halbendorf 500 Euro gespendet. Der Gemeinderat Groß Düben bestätigte die Annahme. Bürgermeister Helmut Krautz war Erstaunliches aufgefallen: In den Beschlusstext hatte sich ein kleiner Tippfehler eingeschlichen: „Wo ist das denn – Miederschlesien? Ist das nicht unterm Rock?“

 

Dass Park- und Blütenfest hat nicht nur wieder viele Besucher nach Kromlau gebracht, sondern auch Festkomiteechef Holger Schiffner näher zu seiner Badehosenfigur. 2,5 Kilo hatte er nach seiner Festpremiere runter, erzählte er der RUNDSCHAU. Das war sozusagen die einzige Zahl, mit der er erst mal aufwarten konnte. Denn die Auswertung läuft noch.

 

Im Gemeinderat Weißkeißel brachte Frank Miertschink eine Anfrage seines Nachbarn vor, ob man nicht einen Verkehrsspiegel auf der Teichstraße anbringen könnte. „Kann er kriegen. Richte ihm das aus, so haben wir wieder Porto gespart“, so die schnelle Antwort von Gemeindearbeiter Henri Hänchen.

 

Das große Welpenturnier am 22. Juni wirft seine Schatten voraus. Das bedeutet, dass Organisator Frank Konietzky vom VfB Weißwasser fürs Gelingen unzählige Helfer um sich schart. Einer davon ist der Ex-Fuchs und Tornado-Niesky-Trainer Jens Schwabe. In der Pressekonferenz in dieser Woche fragte Konietzky: „Jens Theo, willst du was sagen?“. Theo, so Schwabes Spitzname in der Szene: „Konni, wenn du mich was fragst, kann ich nicht Nein sagen …“ Mit dieser Bemerkung liegt er auf einer Welle mit vielen Unterstützern. Manch einer versteht es eben.

 

Die Rietschener arbeiten weiter an den besonderen Entschuldigungsformen für Nichtteilnahme im Gemeinderat. „Wenn es der Horst nicht schafft, dann kommt er nicht“, begründete Bernd Hilke das Fernbleiben von Horst Mrusek bei der jüngsten Sitzung. Die Vermutung liegt nach der Mai-Tagung nahe. Zuspätkommen wird dann „bestraft“. Dann wird ein Kasten Bier fällig. Wer sich an den „Beschluss“ nicht mehr erinnern konnte, dem wurde geraten, „dass Protokoll zwischen den Zeilen zu lesen“. Als schließlich mit Torsten Lorenscheit doch ein Gemeinderat zu spät kam, wurde er wie folgt begrüßt: „Der Bierkasten kommt.“ Lorenscheit antwortete schlagfertig: „Ich warte noch auf den vom letzten Mal.“

 

Alle Beschlüsse der Rietschener Ratsrunde wurden am Montag einstimmig befürwortet. Das verleitete Bürgermeister Ralf Brehmer (parteilos) am Ende des öffentlichen Teils zu folgender Zusammenfassung: „So viel Harmonie heute. Das hat mancher zu Hause nicht.“

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Das Interesse an Machbuba ist bei den Touristen da. Frank Dutsch vom Gemeindekirchenrat der evangelischen Jakobskirche in Bad Muskau wird deshalb auch schon angesprochen. „Manche suchen sie in der Kirche. Da antworte ich dann, das dauert 20 Minuten und kostet 60 Euro.“ Diese Antwort sorge für Erstaunen. „Ich muss mich schließlich anmalen und mich hinlegen“, so Dutsch weiter. Natürlich kläre er das Ganze auf und verweise die Gäste auf die Grabstelle am alten Friedhof.

 

Der katholische Pfarrer Michael Noack gab bei der Einweihung des ökumenischen Weges unumwunden zu, erst mal den Begriff Thuja gegoogelt zu haben. „Ich bin als DDR-Plattenbaukind in Cottbus groß geworden“, erklärte er dazu. Als grüne Fläche sei ihm lediglich der Pückler-Park bekannt gewesen.

 

Das kleinste „Parkhaus“ der Region wird derzeit wieder aufgebaut. Diesen Namen hat das Bushäuschen in Gablenz nach dem Unfall weg, wo ein Auto in dem Haus landete. Als Umweltausschussvorsitzender Uwe Horbaschk der RUNDSCHAU vom Wiederaufbau erzählt, kann er sich einen Zusatz nicht verkneifen: „Aber die Einfahrtsöffnung ist wieder an der falschen Seite.“ (ni/rw)

(ni/rw)