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Wenn einer zufällig gegen die Dachlatte läuft

Zu einem Prinzenpaar gehört ein Schloss. Erstmals wurden deshalb die offiziellen Fotoaufnahmen der Bad Muskauer Tollitäten in einem solchen Gemäuer aufgenommen. Das sanierte Kromlauer Schloss hat sich bestens dafür geeignet. Wo im Jahr 2016 13 Paare "Ja" zueinander gesagt haben, fühlten sich auch Anett Engelmann und Gert Uhlemann wohl.
Zu einem Prinzenpaar gehört ein Schloss. Erstmals wurden deshalb die offiziellen Fotoaufnahmen der Bad Muskauer Tollitäten in einem solchen Gemäuer aufgenommen. Das sanierte Kromlauer Schloss hat sich bestens dafür geeignet. Wo im Jahr 2016 13 Paare "Ja" zueinander gesagt haben, fühlten sich auch Anett Engelmann und Gert Uhlemann wohl. FOTO: Regina Weiß
Beim MDR-Dreh im Weißwasseraner Glasmuseum in der vergangenen Woche hat Dietrich Mauerhoff, der für die Produktion des "Superfesten Glases" alias CV-Glas in Schwepnitz verantwortlich war, ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert. Er berichtete davon, welche Schwierigkeiten zu DDR-Zeiten bestanden, eine Fertiglagerhalle zu organisieren. ckx/rw

"Da brauchte man erst einmal finanzielle Mittel", erzählt er. Die holte er sich vom Kombinat in Weißwasser. Dann eine Halle, die ja eigentlich nicht für den DDR-Markt hergestellt wurde. Und schließlich das Werk in Schwepnitz. "Durch das Hin- und Her-Geschiebe ist es uns möglich gewesen, in dem Jahr mit einer Maßnahme - also dem Hallenbau - den Plan gleich vier Mal zu erfüllen", so Mauerhoff. Wenn das kein Grund zum Feiern war.

Amtsrichter Ralph Rehm erklärte in der jüngsten Gerichtsverhandlung in Weißwasser, bei der ein Mann wegen Betrugs auf Ebay angeklagt war, dass er sich nur mit Handys beschäftigt, "wenn ich unbedingt muss". Trotzdem sei ihm bewusst, dass der Angeklagte Handys auf dem Onlineauktionsportal angeboten hat, die deutlich unter dem Preis liegen, als diese tatsächlich kosten. "Deshalb ist es mir völlig unverständlich, dass Sie Handys teuer einkaufen und dann billig verkaufen." Kopfschüttelnd konstatierte der Richter: "Das ist kein praktikables Geschäftsmodell."

Andreas Kaulfuß (CDU) hat sich im Weißwasseraner Stadtrat bei der Diskussion um die verkaufsoffenen Sonntage im Jahr 2017 zu Wort gemeldet. "Ich bin ja nun der Einzige hier, den das betrifft." Anschließend hatte er von den Vorteilen und Nachteilen der zur Debatte stehenden Sonntage gesprochen. Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) erteilte anschließend mit einem Lächeln Stadtrat Hartmut Schirrock (Wir für Hier) das Wort: "Herr Schirrock, Sie sind ja auch davon betroffen. Was ist denn Ihre Meinung dazu?"

Beim Sicherheitsstammtisch des Landkreises Görlitz, der Handwerkskammer Dresden und der Polizeidirektion am Donnerstagabend in Weißwasser richtete sich Bernd Zuchold aus Schleife an Polizeipräsident Conny Stiehl: "Ich habe da mal `ne Frage", fing er an. "Wenn nun jemand auf meinem Grundstück herumläuft, der da nicht hingehört und zufällig gegen eine Dachlatte läuft … und ich ihm dann seine Hände mit Kabelbindern verschnüre, damit er sich nicht weiter verletzt … ist das rechtens?" Conny Stiehl musste Lachen, sagte aber gleichzeitig: "Es ist nicht verboten, einen Einbrecher so lange festzuhalten, bis die Polizei eintrifft. Allerdings würde ich das nur machen, wenn mein Gegenüber nicht zwei Köpfe größer ist als ich."

Das Motto ist Programm: "Vom Kuppatz bis zum Tal - der SCC feiert 35 Jahre Karneval". Soll heißen, das ganze Dorf feiert Karneval. Wer als Außenstehender - zum Beispiel Reporter - zu den örtlichen Gegebenheiten Fragen hat, der bekommt zu hören, dass sich hinter den Ortsbezeichnungen der Speckgürtel von Sagar verbirgt.

Beim Neujahrsempfang des Truppenübungsplatzes Oberlausitz berichtete auch Franz Graf von Plettenberg, Leiter des Bundesforstbetriebes Lausitz, über die Arbeit der Behörde. Dabei erzählte er auch, dass einige Förster in den Ruhestand gegangen waren. Allerdings in späteren Lebensjahren, als das bei der Bundeswehr üblich ist. "Die arbeiten schneller, die dürfen eher gehen", so seine Erklärung.

Um beim Neujahrsempfang die Vereine mit Magnum-Sekt zu beschenken, legten sich die Gablenzer beim Einkaufen mächtig ins Zeug und holten die sprudelnden Getränke aus drei Supermärkten zusammen. Damit es auch für alle Vereinsmitglieder reicht, riet Bürgermeister Dietmar Noack (CDU) dem Jugendklub Kromlau, dann auf Schnapsgläser auszuweichen.

Der Bürgermeister von Zary-Land Leszek Mrozek entschuldigte sich beim Neujahrsempfang in Gablenz, diesmal mit einer so großen Delegation angereist zu sein. Dann schaute er in den Saal und sagte: "Sie sind alle herzlich zu uns eingeladen."

Der letzte Redner habe es am schwierigsten, sagte Kreisdezernent Werner Genau beim Neujahrsempfang in Gablenz. "Es ist alles gesagt, nur nicht von jedem Redner."

Als der Boxberger Ausschuss jüngst über das Aufstellen von Mobilheimen für Touristen entscheiden musste, bat Gemeinderat Armin Hoffmann um die Änderung der Beschlussvorlage. "Vermietung von Urlaubern, das lohnt sich nicht", so der Kringelsdorfer lachend. Gemeint war natürlich an Urlauber.