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Fotoshooting
Wenn ein Eurasier zum "Wolf" wird

Erwin, der Poser. Foto:
Erwin, der Poser. Foto: FOTO: Carola Meyer
Foto-Shooting mit Wolfshunden in Kromlau. "Da muss ich doch mal gucken, wie das so die anderen machen", sagte sich Hobby-Fotograf Thomas Mucha aus Weißwasser Samstag vor einer Woche. Gabriela Nitsche

Und man wollte es nicht glauben - er hatte wirklich und wahrhaftig keine eigene Kamera am Mann, als er am Schloss in Kromlau eintraf, wo sich die zwei- und vierbeinigen Models aufs Knipsen vorbereiteten. Thomas Mucha schaute tatsächlich nur zu. Jetzt bewundert er die Ergebnisse, die auf Facebook gepostet werden. Echt geniale Fotos sind entstanden, wo der Kromlauer Park mit seinen mystischen Geheimnissen und vor allem der Rakotzbrücke super zur Geltung kommt. Natürlich in Verbindung mit den schönen Models und Hunden.

Neugierig auf das Geschehen in Kromlau waren auch Carola Meyer aus Krauschwitz und Eurasier Erwin. Spontan wurde dieser ebenfalls zum Model auf Vierbeinen. Und dann auch noch an der Seite dieses schönen Rotkäppchens. Wobei Erwin nun absolut nichts mit einem bösen Wolf gemein hat, ist Frauchen überzeugt.

Ob denn die Klein Priebuser sehr traurig sind, weil sie beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" nicht unter den ersten drei der fünf Teilnehmer waren? Die einhellige Antwort: nein, mitmachen ist alles. Und zum Beweis überreichte Bernd Mätzschke der nun "arbeitslosen" Jury eine Kostprobe seiner Imker-Produktion. Mit dem 95-Seelen-Ort an der Neiße hatte sich das kleinste Dorf dem Kreiswettbewerb 2017 gestellt.

Apropos Jury. Die Mitglieder um Roland Höhne bekamen von allen Seiten Lob. Ob von Landrat Bernd Lange, Amtsleiter Holger Freymann oder den Dorfbewohnern. Augenzwinkernd hieß es, bei den Dorfrundgängen sei es für diese von einem Kuchen zum anderen gegangen. Doch die Foto-Schau von Jury-Begleiter Ingo Goschütz von der ENO bewies, dass die Juroren straff zu tun hatten. Mindestens drei Stunden nahmen sie jedes der fünf Dörfer unter die Lupe. Um allen gerecht zu werden, vergaben sie sogar halbe Punkte. Um das Gerücht auszuräumen, betonte Roland Höhne: "Es ging nicht von Kuchen zu Kuchen, wir fühlten uns dennoch sehr zu Hause und ortstypisch verpflegt."