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Wenn die Hausnummer umzieht und das geklaute Rad schnell wieder da ist

Auf die Frage, wie es denn dazu gekommen sei, dass Steffen Müller nun in der Denkmalkommission ist, antwortet der Weißwasseraner mit Lächeln: "Naja, ich habe ohne meine Frau mit Uwe Mühle gesprochen." Uwe Mühle war viele Jahre in der Denkmalskommission.

Claudia Müller allerdings sieht es unproblematisch, dass ihr Mann nun noch - neben dem Neufert-Verein - ein zweites Ehrenamt ausübt.

Mit einer besonderen Danksagung meldete sich in dieser Woche Margit Sladzyk aus Weißwasser bei der RUNDSCHAU. "Ich möchte mich ganz herzlich bei der Polizei bedanken", sagt sie. Dieser war es nämlich gelungen, binnen von nur drei Stunden das gestohlene Fahrrad der Seniorin wieder zu bekommen. Der Drahtesel war am Montagnachmittag direkt vor der Haustür gestohlen worden. "Ich wollte am frühen Abend noch zur Polizei, eine Anzeige erstatten, da wurde mir gesagt, dass die Beamten mein Fahrrad bei der Nachbarin abgegeben hatten", erzählt Margit Sladzyk. Das Erlebnis vergesse sie den Beamten nie. "Man muss die Polizei auch loben und nicht immer nur schlechte Dinge über sie verbreiten", ist sich die Senioren sicher.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) nutzte den Lausitzdialog in der Weißwasseraner Eis arena nicht nur für das Gespräch mit den kommunalen Vertretern der Lausitzrunde. Auch mit Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach tauschte er sich für einen Moment aus. "Ich war ja schon einige Male bei euch", sagte er zum Füchse-Chef, "aber ich komme mit Sicherheit in dieser Saison wieder zu einem Heimspiel."

Füchse-Coach Hannu Järvenpää sieht kein Problem darin, dass sich das Weißwasseraner Team für die kommende Saison nochmals verjüngt hat. "Es ist besser, junge und hungrige Spieler zu haben als alte und durstige", sagt er mit einem breiten Grinsen bei einer Pressekonferenz in dieser Woche. Junge Spieler, so der der finnische Trainer weiter, seien nun einmal die Zukunft. Unter dem Strich sehe er jedoch alle Spieler gleich an und die Füchse-Urgesteine Thomas Götz und André Mücke "sehen gut aus - wie immer". Järvenpää wisse, dass die Fans nicht erwarten, dass die Füchse in der kommenden Saison die DEL 2 als Meister beenden, sondern man wolle gutes Eishockey sehen. "Wir nehmen keine Gegner leicht", sagt er, "und schon gar nicht Dresden oder Crimmitschau."

Seit 57 Jahren wohnt Familie Szonn in ihrem Wohnhaus am Erlichthof. "Aber ein bisschen hat sich schon etwas geändert", erzählt Harald Szonn. Aber nicht etwa, weil Anfang der 90er-Jahre direkt vor dem Haus der Szonns die Schrotholzsiedlung entstanden war, nun etliche Touristen täglich am Haus vorbei laufen oder die Familie seit nunmehr fast 20 Jahren die Gaststätte "Forsthaus" betreibt. "Wir mussten uns eine neue Hausnummer merken", berichtet der Familienvater, "obwohl das Haus noch da steht, wo es immer stand, sind wir von der Hausnummer drei in die sieben gezogen."

Gregor Schneider vom Trägerverein Neufert-Bau in Weißwasser hofft, dass bei den Weißwasseranern ein Umdenken einsetzt. "Der Neufert-Bau ist nicht nur ein Haufen Steine", sagt er. Vielmehr ließe sich an dem Gebäude die Stadtgeschichte erzählen. Denn eine Altstadt im klassischen Sinne habe die Glasmacherstadt nun einmal nicht. "Weißwasser ist eine Industriestadt, die im Zuge der Industrialisierung gewachsen ist", so Schneider. Darauf könne man stolz sein und eine solche Geschichte müsse bewahrt werden.

Bad Muskaus Bürgermeister Andreas Bänder (CDU) muss nach dem jüngsten Schlossgespräch seine Meinung über Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) revidieren. Im Fernsehen sei er bisher nicht gerade sympathisch rübergekommen. In Bad Muskau dagegen habe er ein ganz anderes Bild abgegeben. "Das Schlossgespräch hat mir richtig gut gefallen", so Bänder. Ob es auch daran lag, dass er mehrfach an dem Abend als Oberbürgermeister tituliert wurde, ist nicht bekannt ...

Der Bundestagsabgeordnete der CDU, Michael Kretschmer, hat zugegeben, schon viel erlebt zu haben. Dass er aber eine politische Veranstaltung in einer Pizzeria bei laufendem Betrieb absolviert hat, sei noch nicht dabei gewesen. Die Premiere gab es bei "Hallo Pizza" in Weißwasser. Mit großem Appetit ließen es sich die Teilnehmer schmecken. Der Diskussion tat das übrigens keinen Abbruch.

Gäbe es nicht Ehrenamtler, würde die Wasserrettung am Bärwalder See ins Wasser fallen. Darauf wurde bei der Veranstaltung der Jungen Union in dieser Woche in Weißwasser aufmerksam gemacht. Dort müsse gehandelt werden, erging der Auftrag an die Politiker. Michael Kretschmer, CDU-Bundestagsabgeordneter, nutzte die Gelegenheit, um ein Lob auszusprechen. "Toll, wie einig man sich rund um den Bärwalder See ist. Da sind die Görlitzer mit ihrem Berzdorfer See richtig neidisch", so Kretschmer. (ckx/rw)