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| 16:42 Uhr

Aufgeschnappt
Wenn der Zeitplan Makulatur wird

Auf das neue Fahrzeug wurde mit Sekt in Plastegläsern angestoßen - praktisch und sparsam.
Auf das neue Fahrzeug wurde mit Sekt in Plastegläsern angestoßen - praktisch und sparsam. FOTO: Gabi Nitsche
Weißwasser . Was den Reportern wieder Lustiges aufgefallen ist.

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Das trifft auch auf den Karnevalsverein Groß Düben zu. Seit Jahr und Tag nimmt dieser am großen Umzug der fröhlichen Leute in Cottbus teil. Per Traktor mit einem Festwagen samt Karnevalisten ging es immer nach Cottbus und zurück. Hin kamen die Groß Dübener auch 2018, aber nicht mehr zurück. Die Polizei stoppte das Gefährt, geleitete die Narren zum Bahnhof. Per Zug erreichten diese Schleife, wo sie dann abgeholt und nach Groß Düben zurückkehrten. Mit dabei René Köppen, der davon in der Ratssitzung berichtete. „Wir waren echt ein bisschen böse“, gestand dieser. Auch, dass sie die Polizisten, die auch Polizei-Azubis dabei hatten, fragten, ob sie nicht ein Auge zudrücken könnten. Außerdem schlugen die Karnevalisten Einsatzorte vor, wo sie dringender gebraucht würden. Das und andere Bemerkungen mehr kamen anscheinend bei den Polizisten gar nicht gut an, vermutet Köppen…

Die Groß Dübener Ratssitzung fand am Frauentag in Halbendorf statt. Die anwesenden Frauen mokierten, weil Bürgermeister Helmut Krautz mit keiner Silbe an Blumen gedacht hatte. Seine Begründung: Der Frauentag wurde erfunden, weil die Frauen damals um ihre Rechte kämpften. Und diese hätten sie hier ja erreicht. Ratsmitglied Jens Hanusch verließ kurz den Raum und kehrte mit Rosen zurück. „Ich hatte mir so was beim Bürgermeister gedacht“, meinte der Halbendorfer und verteilte die Rosen an die holde Weiblichkeit. Die nette Geste kam super an. Dass diesmal ausgerechnet mehr Frauen als sonst die Sitzung besuchten und die Blumen deshalb nicht reichten, nahm niemand dem Rosenkavalier übel.

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Als Donnerstagabend das neue Fahrzeug für die Ersthelfer der Gemeindefeuerwehr Schleife eingeweiht wurde, fragte ein „Scherzkeks“, ob das Auto wie ein Schiff getauft werden soll. Natürlich nicht. Alle sind doch froh, dass man dem fahrbaren Untersatz die sieben Jahre gar nicht ansieht. Eine Beule in der Karosse passt gar nicht dazu, waren sich die Anwesenden einig. Außerdem habe Eiko Wunderlich drei Tage im und am Auto zugebracht und es mächtig gewienert. Dafür gab es von Jörg Tschammer, dem stellvertretenden Gemeindewehrleiter ein Extra-Lob.

Übrigens stießen die Kameraden nicht mit Bier, sondern mit einem Schlückchen Sekt auf die neue Errungenschaft an. Das in zusammengeschraubten Plastegläsern. „Bei der Feuerwehr sind wir eben sparsam. Die werden abgewaschen, auseinander genommen und wieder verstaut bis zum nächsten Anlass“, meinte Jörg Tschammer lachend.

 

Als der neue Bad Muskauer Ratsmann Günther Firl nach seiner Verpflichtung gleich den Saal verließ, um bei der Jahreshauptversammlung des Volkschores Eintracht anwesend zu sein, fragte Kollege Siegmar Nagorka: „Wann gehen wir denn in den Ratskeller?“ Beim nächsten Mal, war einer der Räte ein. Das wäre Ende März. Ob in 14 Tagen noch ein Ratskeller in Bad Muskau entstehen kann?

 

Eine Eröffnungsbilanz ist ein Werk voller Zahlen. Doch deren Zusammenstellung in Boxberg kam mit einem besonderen Lob von Bürgermeister Achim Junker (CDU) weg: „Die ist gut. Das habe sogar ich begriffen.

 

Als es in Boxberg-Rauden um die Gründung eines Gewerbe- und Tourismusvereins ging und Ideengeberin Romy Ganer nach den Stärken der Gemeinde fragte, unterstrich Gemeinderat und Unternehmer Armin Hoffmann die Wichtigkeit des Bärwalder Sees. Das Besondere am Gewässer beschrieb er wie folgt: „Wir haben keine Quallen, keine Haie, aber Trinkwasserqualität.“

 

Das Pressegespräch des Landratsamtes war vollgepackt mit vielen Themen. Kein Wunder, dass die Zeit ein wichtiger Faktor war. Die Damen aus der Presseabteilung hatten deshalb die Angaben zur Redezeit auf dem Fahrplan, der vor Landrat Bernd Lange (CDU) lag, in Rot niedergeschrieben. Doch die Signalfarbe nutzte nichts, der Plan war bald Makulatur. Vielleicht müssen die Zahlen beim nächsten Mal einfach größer gedruckt sein.

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Eine Umerziehung für den Wolf wurde bei der Pressekonferenz im Landratsamt schon mal laut diskutiert. Isegrim frisst keine Wildschweine. Würde er es tun, könnte er den Sauenbestand eindämmen und damit auch der Afrikanischen Schweinepest vorbeugen. (ni/rw)

(ni/rw)