| 02:51 Uhr

Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, …

ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist. An diese wenig präzise Wetterprognose wird so mancher denken, wenn ihm Sonnenschein mit Federwölkchen versprochen wird, er aber Wetter bekommt, bei dem nur noch Schnee für einen prächtigen Winterurlaub fehlt.

Trotzdem ist der Wetterbericht heutzutage zu einem Medienhype aufgestiegen. Ausführlich werden wir annähernd im Stundentakt im Fernsehen über das voraussichtliche Wetter informiert. Und wem das nicht reicht, der kann darüber hinaus auf jede Menge Wetter-Seiten im Internet zugreifen.

Stellt sich die Frage: Warum ist uns eine Sache mit einer so hohen Fehlerquote so wichtig? Warum messen wir etwas eine so große Bedeutung bei, wo wir uns in der Regel kaum danach richten? Denn wir gehen auch zur Arbeit, wenn das Wetter schlecht ist. Wir fahren in den Urlaub, auch wenn der Wetterbericht nichts Gutes für unser Reiseziel verspricht.

Wir müssen hinnehmen, was wir nicht ändern können, weil wir keinen Einfluss auf das Wetter haben. Und ich füge hinzu: Gott sei Dank haben wir das nicht. Aber wir haben eine Menge Dinge, die wir beeinflussen können und die gilt es zu nutzen.

Der Theologe Friedrich Christoph Oetinger (1702-1782) hat gesagt: "Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden." Also nehmen wir das Wetter gelassen hin, wie es ist. Lassen wir ab davon, mal kurz die Welt retten zu wollen, wie Tim Bendzko in seinem Lied singt. Schon gar nicht sollten wir den Versuch starten unsere Frau oder umgekehrt unseren Mann ändern zu wollen. Hier werden wir nicht nur nichts erreichen, sondern eher einen Scherbenhaufen anrichten.

Sondern fangen wir dort an, wo unser Arm hinreicht. Am besten beginnen wir bei uns selbst. Verändern wir mutig, wo wir das können und wo wir erkannt haben, wo die Säge klemmt.

Und wenn wir nicht wissen sollten, wie wir dabei am besten vorgehen sollten, dann holen wir uns Gott ins Boot, denn er hat versprochen: "Wenn es jemandem von euch an Weisheit mangelt zu entscheiden, was in einer bestimmten Angelegenheit zu tun ist, soll er Gott darum bitten, und Gott wird sie ihm geben (Jakobus 1,5).