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| 14:40 Uhr

Aufgeschnappt
Wenn das Essen mal kalt wird

Uwe Mühle (l.) aus Weißwasser brachte für die Künstlerin Angelika Mann Zwiebelkuchen mit... der spielt in einem Song von ihr eine Rolle.
Uwe Mühle (l.) aus Weißwasser brachte für die Künstlerin Angelika Mann Zwiebelkuchen mit... der spielt in einem Song von ihr eine Rolle. FOTO: Gabi Nitsche
Weißwasser . Diesmal geht es um Zwiebelkuchen, den Hampelmann und zu viele Fluchttüren.

Bei der Lesung mit Sängerin, Schauspielerin und Autorin Angelika Mann gab es vergangenen Freitag in der Stadtbibliothek Weißwasser viel zu lachen. Dafür sorgte die Künstlerin mit ihren Anekdoten und mit denen sie sich auch mal selbst auf die Schippe nahm. Zum Beispiel hat die Berlinerin, 1950 geboren, in einer Apotheke gelernt. Eines Tages sei ein Kunde hereingekommen und habe sie nach einer Ente gefragt. „Ich hab ihm gesagt, er ist falsch. Der Geflügelladen ist an der nächsten Ecke…“ Angelika Mann ließ das Publikum wissen, dass man sich das noch heute in dieser Apotheke erzählen würde.

Nach der Lesung signierte sie gern ihre Biografie mit einer persönlichen Widmung. Doch ihre Fans wollten nicht nur etwas von ihr, wie eben die Unterschrift oder ein Selfie, sondern hatten auch Geschenke dabei. Andreas Trepzik aus Krauschwitz überreichte ihr eine Porträtzeichnung. Uwe Mühle und dessen Frau legten ein kleines Geschenk, in Alufolie, vor ihr hin. Sie möchte sich das doch schmecken lassen. Angelika Mann guckte verdutzt. „Wir haben zu einem Geburtstag eine Motto-Party veranstaltet und das Motto waren Sie. Und da gab es auch Zwiebelkuchen, und wir haben Ihnen eine Kostprobe mitgebracht.“ Zwiebelkuchen? Die Fans von der „Lütten“ kennen den damaligen Song, den sie mit Reinhard Lakomy sang: „Mir doch egal“, auch Fressduett genannt, weil sich dort alles ums Essen dreht – auch um Zwiebelkuchen. Angelika Mann lachte herzlich und wollte auch noch das Geburtstags“kind“ Gerlinde kennenlernen. Einen Tag später postete Angelika Mann auf ihrer Facebookseite einen Teller im Zwiebelmuster-Design und drei Stückchen vom Zwiebelkuchen darauf und versah das mit der Bemerkung „Fangeschenk aus Weißwasser“. Dafür gab es sehr viele Likes.

Manchmal wird am Wochenende beim Gablenzer Bürgermeister Dietmar Noack (CDU) das Essen kalt. So wie jüngst, als er in den Kromlauer Park eilen musste, weil zwei junge Männer aus Tschechien auf der Rakotzbrücke herumsprangen. „Die haben dort oben den Hampelmann gemacht“, echauffiert sich Noack, als er das der Heimatzeitung erzählt. Weder das Piktogramm zum Nichtbetreten der Brücke, noch der Bauzaun haben sie abgehalten. Dafür wurden sie abgestraft. Noack hatte sich auf dem Parkplatz mit seinem Auto vor deren Pkw gesetzt. Dann informierte er die Polizei. Es ärgerte ihn zusätzlich, dass die jungen Männer  kein Einsehen zeigten. Sie diskutierten herum, weil ihnen die Parkordnung in Englisch gefällt habe.

Landrat Bernd Lange (CDU) will bei der Erweiterung des Landratsamtes ein solches Kostencontrolling, dass man auch in der Bauzeit noch eingreifen kann.  Das hätte er beim Bau des Landratsamtes nämlich auch zu gern getan. Denn fünf Türen hält er in seinem Büro eindeutig für zu viel, auch wenn man vielleicht manchmal eine Fluchtmöglichkeit braucht. (ni/rw)

(ni/rw)