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| 02:59 Uhr

Welpenliga wird zur festen Größe in der Region Weißwasser

Neu dabei – die Kita-Kicker aus Gablenz.
Neu dabei – die Kita-Kicker aus Gablenz. FOTO: Preikschat
Weißwasser. In der Welpenliga schießen auch die Mädchen Tore. Jubelnd läuft die kleine Emma zu ihren Mitspielern und lässt sich feiern. dpr

Soeben hat sie das nächste Tor für die Kita Knirpsenland aus Gablenz erzielt. Am Rand des Kunstrasenplatzes am Turnerheim in Weißwasser freut sich "Chefcoach" Heike Sock. Gerade die Mädchen, erzählt die stellvertretende Kita-Leiterin, hatten sich anfangs etwas gesträubt gegen das Fußballspielen. Nun aber würden sie voll mitziehen. Das zeigt sich auch beim Auftaktturnier für die dritte Welpenliga-Saison. Die Knirpsenland-Kicker werden in ihrer Gruppe C Zweiter, nur knapp hinter dem Team Sankt Johannes, immerhin der Vorjahresvizemeister.

Interessiert gewesen an einer Teilnahme, so die Gablenzerin sei die Kita schon im vergangenen Jahr gewesen. Damals bekam man allerdings noch keine Mannschaft zusammen. Dieses Jahr klappt das dank der Vorschulkinder. Außerdem habe sich mit dem Busbetrieb Kolchmeier in Weißwasser ein Sponsor gefunden, der die Nachwuchskicker transportiert. Mit der Mannschaft der Kita Arche Kunterbunt aus Weißwasser, die nach einjähriger Pause wieder dabei ist, konnte die Welpenliga so von zehn auf zwölf Teams aufstocken, sagt Organisator Frank Konietzky.

Ihre elf Nachwuchs-Fußballer, versichert Heike Sock, seien beim Training mit genauso viel "Eifer und Freude" dabei wie heute beim richtigen Spiel. Ehrgeiz sei noch nicht so das Entscheidende. So lautet der Schlachtruf des Teams denn auch: "Wir sind dabei!" Dabei sein will beim nächsten Spiel auch Mara, die leider kurz vor dem Turnier krank geworden ist und sich heute aufs Anfeuern beschränken muss, wie Mutti Susan Schmelig sagt. "Ich glaube, der Fußball stärkt den Zusammenhalt der Gruppe", sagt die Gablenzerin. Allein, dass die Kinder auf diese Weise noch mehr an die frische Luft kommen, sei schon prima.

Organisator Frank Konietzky sieht es wie Betreuerin Heike Sock: "Platzierungen und Ergebnisse sind das Unwichtigste." Alle Kinder hätten viel Freude gehabt und sich als Team gezeigt in den Spielen. Darauf komme es an.

Ebenso wichtig, so Konietzky weiter, sei die Unterstützung der Erwachsenen, ohne die es die deutschlandweit einmalige Kita-Welpenliga nicht geben würde. So hätten Mitglieder des gastgebenden VFB das Turnier am Freitag perfekt vorbereitet, verschiedene Firmen Fahrdienste und Trikotfinanzierung übernommen. Demnächst werde noch das Deutsche Rote Kreuz um Monika Lange die medizinische Abteilung übernehmen. Die Wohnungsbaugenossenschaft (WFW eG) und Juwelier Schirrock erklären sich bereit, Interessierte über die Welpenliga zu informieren.

Zum Thema:
Schnell wie die Feuerwehr war Torjäger Erwin Hohnstein vom Team Feuerwehr Felicitas Weißkeißel. Handgestoppte 2,3 Sekunden nach dem Anpfiff trat er die Kugel in den gegnerischen Kasten. Erster in der Gruppe A wurde dennoch die Kita Regenbogen. In Gruppe B lag die Kita Ulja vorn, in Gruppe C die Kita Sankt Johannes. Bis Ende April folgen nun fünf Pflichtspielrunden. Mit dem Turnier um den Pokal des Oberbürgermeisters endet die Saison am 29. April.