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Weißwassers Stadtgärtner wollen für rote Blumenkisten sorgen

Bei der Projektbörse stellten die Stadtgärtner Christian Hoffmann (2.v.l.) und Eberhard Behr (r.) Interessierten wie Christian Klämbt und Angela Paulke das Projekt der roten Pflanzkübel vor.
Bei der Projektbörse stellten die Stadtgärtner Christian Hoffmann (2.v.l.) und Eberhard Behr (r.) Interessierten wie Christian Klämbt und Angela Paulke das Projekt der roten Pflanzkübel vor. FOTO: G. Nitsche
Weißwasser. Die Weißwasseraner Stadtgärtner wollen mit viel neuem Grün auch ein bisschen mehr Farbe in die Stadt bringen. Dabei setzen sie auf mobile Blumenkästen in der Farbe Rot. Gabriela Nitsche

Bei der Projektbörse innerhalb der jüngsten Einwohnerversammlung stellten sie diese vor. "Die können selbst vor Industriebrachen, wie es die Gelsdorfhütte ist, ein Hingucker sein", sagt Ober-Gärtner Christian Hoffmann (Nabu-Vorsitzender in Weißwasser).

Der erste dieser Blickfänge ist auf dem Areal der ehemaligen Schnitterbrauerei zwischen Muskauer Straße und Bahnbrücke vorgesehen. Auch die Freifläche an der Berliner Straße, wo einst das Porzellanwerk Porzelina stand, könnte mit einem roten großen Blumenkasten Farbe bekommen.

"Wir sind dabei, mit der Stadt alle Standorte abzusprechen", sagt Hoffmann. Das soll in den kommenden Wochen passieren. Die Frage sei auch noch zu klären, wer die Kästen baut. Das Bepflanzen würden die Stadtgärtner selbst übernehmen. Sie haben die Idee, eine Pflanzentauschbörse zu veranstalten. Bei dieser sollte es nicht nur um Saatgut gehen, sondern um Pflanzen, die dann auch für die knallroten Kübel genutzt werden könnten.

Die Stadtgärtner sind eine bunt gemischte Initiative, sagt Christian Hoffmann, mit rund 15 aktiven Mitgliedern unterschiedlichen Alters. Die Frauen und Männer engagieren sich für ein grünes Weißwasser. "Weitere Mitstreiter sind sehr willkommen", lädt Hoffmann ein.

Mitte Februar soll der nächste Planungs-Workshop stattfinden, wo Ideen und Erfahrungen zu grünen Projekten ausgetauscht werden. Der erste im vergangenen September sei sehr erfolgreich gewesen. Auch bei der zweiten Auflage sind die Dresdener Stadtgärtner vom Uferprojekt wieder dabei. Die Weißwasseraner versprechen sich, von deren Erfahrungen zu profitieren. "Man schmort dann nicht im eigenen Saft", sieht es der Weißwasseraner praktisch. Die Stadtgärtner würden super mit den Projektleuten von Biwaq (EU-Programm Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier) "Perspektive(n) Weißwasser" zusammenarbeiten.