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| 18:11 Uhr

Weißwasser im Netz
Weißwassers Stadt-App ist nun online

Bettina Brandt, Projektleiterin bei den Stadtwerken, hat maßgeblich an der Entwicklung der App für Weißwasser mitgewirkt.
Bettina Brandt, Projektleiterin bei den Stadtwerken, hat maßgeblich an der Entwicklung der App für Weißwasser mitgewirkt. FOTO: Christian Köhler
Weißwasser. Das vielseitige Angebot ist für alle Smartphone-Nutzer im 30-Kilometer-Umkreis. Auch die RUNDSCHAU ist mit dabei. Von Christian Köhler

Am Mittwoch ist in Weißwasser die neue Stadt-App „Weißwass(er)leben“ online gegangen. Die Glasmacherstadt hat damit als eine der ersten Städte in der Lausitz ein solches Programm an den Start gebracht. Die App soll den Bürgern der Stadt, aber auch den Einwohnern in den Umlandgemeinden das Leben erleichtern – zumindest, wenn sie ein Smartphone oder ein Tablet mit Internetzugang haben. Davon jedenfalls sind die Macher – die Stadtwerke Weißwasser GmbH (SWW), die Stadtverwaltung und der Stadtverein – überzeugt.

Die kostenfreie Anwendung hat das Ziel, viele Informationen, aber auch lebensnahe Funktionen zu bieten. „Vielleicht geht es ja vielen so wie mir“, erzählt Stadtwerke-Chefin Katrin Bartsch, „die auf das Nachbargrundstück schauen, um zu sehen, wann die Mülltonne rausgeschoben werden muss.“ Mit der App gehöre das der Vergangenheit an, denn in der Anwendung lässt sich über die Angabe von der eigenen Adresse eine Erinnerungsfunktion einstellen, wann die gelbe oder blaue Tonne raus an die Straße muss. „Das ist nur möglich, weil wir bei der neuen App viele Partner gewonnen haben, die dabei mitmachen“, so die SWW-Chefin. Dazu zählen unter anderem die Niederschlesischen Entsorgungsbetriebe, die Wohnungsunternehmen in Weißwasser, die Stadtwerke, die Lausitzer Füchse und auch die RUNDSCHAU. „Dabei soll es aber nicht bleiben“, hofft Katrin Bartsch. Einrichtungen, die mitmachen wollen, könnten sich gern melden.

„Lokale Nachrichten haben sich viele Nutzer gewünscht“, erklärt Bettina Brandt, die maßgeblich an der Entwicklung der App beteiligt war. Dass die RUNDSCHAU dabei den Inhalt liefert, ist selbstverständlich.  In zig Nachtschichten aber hat Bettina Brandt, Projektleiterin bei den Stadtwerken, über der Technik gebrütet. Sie hat mit Projektpartnern diskutiert und endlose Datensätze eingegeben. „Dafür gebührt ihr mein größter Respekt“, unterstreicht Katrin Bartsch.

Die SWW-Geschäftsführerin macht dabei auch Werbung in eigener Sache: Beispielsweise unterstütze die App auch die Digitalstrategie des kommunalen Unternehmens: „Zählerstandsmeldungen können über die App ganz einfach an uns gesendet werden“, erklärt Katrin Bartsch. Die Stadtwerke hoffen, dass viele dies nutzen, „denn so sind wir in der Abrechnung auch schneller“.

Vonseiten der Stadtverwaltung ist in die Applikation auch ein Störungsmelder eingebaut worden. „Hier kann man zum Beispiel ein Schlagloch oder eine defekte Laterne fotografieren und das Foto an das Rathaus senden“, erläutert Bettina Brandt.

Fahrpläne vom Verkehrszweckverband Zvon und ein Veranstaltungskalender sind ebenfalls hinterlegt. „Für Veranstalter ist es wichtig zu wissen, dass die Daten dafür von der Homepage der Stadt kommen“, erklärt Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext). Was sich auf der Stadtseite nicht findet, zeigt also auch die App nicht an.

Stadtvereinschef Frank Schwarzkopf unterdessen ist von dem Handy-Programm begeistert: „Es ist schon etwas Besonderes, wenn Stadtverwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen an einem Projekt arbeiten“, sagt er. Die ursprüngliche Idee zu dem Vorhaben „Stadt-App“ stammt nämlich aus der Feder von „Ort schafft“. Die Initiative ist seit knapp zwei Jahren beim Stadtverein angesiedelt. Dort sollte ursprünglich über das Ehrenamt ein „Schwarzes Brett“ erstellt werden, was über Veranstaltungen in und um Weißwasser informiert. „Allerdings war es dem Projekt nicht möglich, dies in eine App zu gießen“, erklärt Katrin Bartsch. Und da die SWW ohnehin ein ähnliches Vorhaben auf den Weg bringen wollte, habe man sich kurzerhand zusammengetan.

Nun setzen die Macher um Bettina Brandt darauf, dass so viel wie mögliche Nutzer das Angebot verwenden und sich einbringen. So auch weitere Unternehmen, Vereine und Institutionen.