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| 15:45 Uhr

OB’s Gerüchte-Küche
Themen gehen den Weißwasseranern nicht aus

 Die zweite Auflage der Gerüchte-Küche von Oberbürgermeister Torsten Pötzsch wurde auch von einem Kamerateam der ARD verfolgt.
Die zweite Auflage der Gerüchte-Küche von Oberbürgermeister Torsten Pötzsch wurde auch von einem Kamerateam der ARD verfolgt. FOTO: Christian Köhler
Weißwasser. Auf dem Markt wird Oberbürgermeister Torsten Pötzsch von vielen angesprochen – auch das ARD-Fernsehen ist dabei. Von Christian Köhler

Die zweite Auflage der „OB’s Gerüchte-Küche“ verbucht Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) als Erfolg. Mehr als 40 Bürgeranfragen hat er auf seinem Zettel. „Man sieht einfach, der Bedarf ist da, die Bürger sind interessiert“, sagt er gegenüber der RUNDSCHAU.

Am Freitag ist er von mehreren Einwohnern auf dem Marktplatz umringt. Während einige auch ihren Frust an der großen Politik abladen, gibt es auch Stimmen, die ihm sagen: „Ich finde es gut, dass Sie sich hier hinstellen und den Leuten zuhören.“

Bürger von Weißwasser enttäuscht

Die Themenpalette ist dabei breitgefächert. Von Lärm, die das Zuschlagen der Türen der öffentlichen Toiletten am Rathaus betreffen bis hin zum Volkshaus, der ehemaligen Glasfachschule oder dem Bahnhof reichen die Themen. „Wissen Sie, es tut mir in der Seele leid, wenn ich jeden Tag an der Ingenieursschule vorbeigehe und sehe, wie sie nach und nach verfällt“, sagt Siegrid Otto aus Weißwasser. Ihr Großvater hatte noch an dem Bau des seit Jahren leerstehenden Gebäudes im Weißwasseraner Stadtzentrum mitgebaut. „Ich bin 83 Jahre und ich sage Ihnen, ich werde wohl nicht mehr erleben, wie es mit der Stadt wieder bergauf geht“, sagt die Weißwasseranerin.

ARD bei Bürgergespräch dabei

Auch, dass die Jugend immer weiter die Stadt und die Region verlässt, ärgert sie. „Meine Enkel sind fort und ich denke, sie werden wohl nicht mehr wieder kommen“, sagt sie. Pfarrer Martin Zinkernagel hängt sich in das Gespräch: „Und ich sage Ihnen, das Problem haben andere kleine Städte auch.“ Zinkernagel ist aus dem Westerwald, weiß, dass die Probleme dort ähnlich gelagert sind. Eine Lösung könnte sein, auf Rückkehrer setzen, ist sich Pötzsch mit dem Pfarrer einig. Genau darüber will auch ein Team der ARD berichten, das am Freitag ebenfalls vor Ort ist. Die Idee des Berichtes sei es, erklärt eine Redakteurin, Chancen, die sich mit dem Kohleausstieg auch auftun, zu beleuchten. Nächste Woche soll der Beitrag in den Tagesthemen laufen, hieß es.

Torsten Pötzsch indes will die Themen schon am Montag ins Rathaus tragen – und den Mitarbeitern nahebringen. „Ende August werden wir a einem Nachmittag die dritte Auflage auf der Schnitterbrache durchführen“, sagt er. Denn Themen gibt es sicher noch, die besprochen werden sollten.