(mat) Ganze 167 Lehrerjahre haben Uwe Müller (64), Gudrun Feuerriegel (63), Martina Henke (63) und Evelin Burckert (65) in ihrem Lehrerberuf insgesamt auf dem Buckel. Jeder von ihnen war mindestens 40 Jahre in diesem Beruf tätig. Nun entschieden sich die Lehrer vom Landau-Gymnasium Weißwasser, in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen. „Wenn wir auch unseren Hut nehmen, zum alten Eisen gehören wir noch lange nicht. Wir möchten uns in unserem Ruhestand schon noch etwas nützlich machen“, sagt Gudrun Feuerriegel lächelnd.

Die Pädogogen unterrichteten in den Fächern Englisch, Deutsch, Kunst, Geschichte, Ethik, Russisch, Mathematik und Physik. Zum Abschied haben sie am Mittwoch Kollegen in das Museum nach Sagar eingeladen. Denn besonders Gudrun Feuerriegel hat eine enge Verbindung zum Sagar´schen Museum. Sie arbeitet schon länger mit ihrem Mann Egbert in dem Verein mit, der sich um das Museum rührend kümmert. Nun möchte sie in ihrer Freizeit auf jeden Fall ihr Hobby intensiver betreiben und sie hat besonders mit Kindern viel vor.

Uwe Müller dagegen hat fünf Enkel im Alter zwischen 17 und drei Jahren, die gern zu Opa kommen. Er persönlich möchte noch Reisen unternehmen und sportlich unterwegs sein. Auf jeden Fall wird man Uwe Müller oft auf dem Fahrrad in der Region antreffen, verspricht er.

Martina Henke hat ihre Enkel und Kinder in Göttingen. So schwebt ihr schon vor, zu gegebener Zeit auch dorthinzuziehen. In diesen Tagen freut sie sich jedoch erst einmal, dass sie Karten für das Dortmunder Stadion ergattert hat. Symbolisch übergab sie am Mittwoch den Staffelstab an den neuen Ethik-Lehrer Florian Wittig weiter.

Evelin Burckert wird sich in ihrer Freizeit mehr Haus und Hof widmen. Doch auch im Museum in Sagar möchte sie noch mitarbeiten. Auch bei den GTA-Angeboten im Gymnasium  möchte sie noch unterstützend zur Seite stehen.

„Man konnte die Schüler zu erwachsenen Menschen heranwachsen sehen. Wir als Lehrer hatten ganz sicher einen Anteil an ihrer Persönlichkeitsentwicklung und das macht schon immer etwas stolz“, unterstreicht Gudrun Feuerriegel. Denn die Gymnasiasten wollen lernen, sie haben den Willen, etwas leisten zu wollen. „Wir haben auf jeden Fall alle unseren Beitrag für die Bildung geleistet“, sind sich die scheidenden Lehrer einig.