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| 16:37 Uhr

Anruf Reporter
Naturverjüngung sorgt für neuen Wald

Bei Anruf: Reporter 4c
Bei Anruf: Reporter 4c FOTO: LR / Janetzko, Katrin
Weißwasser. Der Zustand eines Grundstücks an der Heinrich-Heine-Straße in Weißwasser sorgt noch nach Jahren für Unmut. Von Regina Weiß

(rw) Es war im Juli 2015, als die Kleingärtner an der Heinrich-Heine-Straße kurz vor dem Industriegebiet in Weißwasser vom Glauben abfielen. Vor ihren Parzellen verschwand innerhalb eines Tages der Wald. Von Kahlschlag in dem Privatwald war damals auch in der RUNDSCHAU die Rede.

Noch heute steht der genannte Bereich in der Kritik der Kleingärtner, wie sie die Heimatzeitung jetzt wissen ließen. „Lasst Zeit vergehen,  wächst Gras drüber“, lautet ihre Kritik zu dem ihrer Meinung nach unordentlich aussehenden Grundstück. Dieses liege zudem direkt an der Einfahrtsschneise von Weißwasser und böte damit einen „tollen“ Eindruck für alle Vorbeifahrenden. Von einer Aufforstung, wie sie damals als Aufforderung an den privaten Waldbesitzer aufgemacht wurde, könne überhaupt keine Rede sein. Seit drei Jahren tue sich auf der Fläche gar nichts, finden die Kleingärtner.

Ein Vorwurf, der so nicht wirklich stimmt, wie die Kreisverwaltung Görlitz auf Nachfrage der Heimatzeitung erklärt. „Im Zeitraum von drei Jahren war die Fläche wieder in Bestockung zu bringen. Dies konnte durch Pflanzung oder durch Naturverjüngung erfolgen“, teilt die Kreisverwaltung in Abstimmung mit dem Kreisforstamt nun mit.

Durch Mitarbeiter des Kreisforstamtes erfolgte in diesem Jahr eine Vor-Ort-Kontrolle der Fläche. Der Waldeigentümer nutzt in diesem speziellen Fall die Naturverjüngung, heißt es. Anhand von Bildern wird darauf verwiesen, dass auf der Fläche eine Naturverjüngung aus Birke, Traubeneiche, Roteiche, Kiefer, Pappel und Robinie wachse. So ist davon auszugehen, dass auf der Fläche in den kommenden Jahren ein geschlossener Mischbestand heranwachsen werde.

Die Waldfunktionen werden damit gewährleistet und der Bewirtschafter bewegt sich im Rahmen des Sächsischen Waldgesetzes, heißt es ferner. Abgeholzt worden war damals ein 115 Jahre alter Kiefernholzbestand.

Hier standen einst Kiefern, nun setzt der private Waldbesitzer auf Naturverjüngung: Samen von Bäumen sind hier aufgegangen.
Hier standen einst Kiefern, nun setzt der private Waldbesitzer auf Naturverjüngung: Samen von Bäumen sind hier aufgegangen. FOTO: Regina Weiß