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| 17:54 Uhr

Namensrechte
Eisarena Weißwasser soll neuen Namen bekommen

 Die Eisarena in Weißwasser soll einen neuen Namen erhalten. Noch heißt sie schlicht Eisarena.
Die Eisarena in Weißwasser soll einen neuen Namen erhalten. Noch heißt sie schlicht Eisarena. FOTO: Christian Köhler
Weißwasser. Weißwasseraner Rat stimmt den Verhandlungen mit überregionalen Unternehmen zu. Die Füchse sind mit im Boot. Von Christian Köhler

Das ist ein Paukenschlag während der Stadtratssitzung in Weißwasser: Die Stadt hat einen Interessenten, der über dem Haupteingang der Eisarena stehen soll: „Wir sind seit Jahren unterwegs, um die Namensrechte für die Eisarena zu vermarkten“, berichtet Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext). Während es auf dem regionalen Markt durchaus nicht so einfach gewesen ist, einen Interessenten zu finden, ist nun mithilfe der Lausitzer Füchse um Geschäftsführer Dirk Rohrbach, der ebenfalls für Klartext im Stadtrat sitzt, gelungen, ernsthafte Verhandlungen mit einem überregionalen Unternehmen zu führen. „Das ist ein gutes Beispiel dafür, was wir bewirken können, wenn wir zusammenarbeiten“, unterstreicht Torsten Pötzsch.

Name des Unternehmens wird noch nicht preisgegeben

Noch aber wolle man im Rathaus nicht mit dem Namen des Unternehmens herausrücken. Nur so viel: „Wir planen ein längerfristiges Engagement“, berichtet der Oberbürgermeister. Gemeinsames Ziel zwischen dem Unternehmen und der Stadtverwaltung ist es, neben dem Verkauf der Namensrechte auch ein bargeldloses Kassensystem in der Eisarena und weiteren Einrichtungen der Stadt einzuführen. So sollen künftig die Schwimmhalle oder das Glasmuseum mit neuen Kassensystemen ausgestattet werden. In der Eisarena selbst könnte zudem auch bei den Heimspielen der Lausitzer Füchse künftig bargeldlos gezahlt werden, denn neben der Stadt soll auch die Spielbetriebs Gmbh ein Kooperationspartner werden.

Lausitzer Füchse profitieren auch

„Die Verhandlungen sind auf einem guten Weg und kurz vor dem Abschluss“, erklärt Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Er hatte den Deal mit dem Unternehmen zunächst für ein Sponsoringvertrag einfädeln wollen. „Dann haben wir die Stadt mit ins Boot geholt“, berichtet er weiter. Während der Ratssitzung in der vergangenen Woche bedankt sich Rohrbach in aller Form bei der Stadtverwaltung für „die sehr gute Zusammenarbeit“.

Während der Sitzung erkundigt sich Bernd Frommelt (KJiK) nach den Modalitäten. „Ich hoffe, die Installationen in den Einrichtungen sind nicht teurer als das, was wir durch den Verkauf der Namensrechte einnehmen.“ Weißwassers OB entgegnet, „dass wir dafür aller Voraussicht nach nichts bezahlen werden.“ Die Stadt, so Kämmerer Rico Jung, rechne mit Einnahmen über den Namensrechte von mindestens 30 000 Euro pro Jahr. In Rede steht ein Fünfjahresvertrag.

Stadträtin Kathrin Jung (SPD) erfragt, warum dafür ein Stadtratsbeschluss überhaupt notwendig ist und ob es möglich ist, dass mit der Vergabe „Ausschreibungsmodalitäten verletzt werden“. „Nein“, erklärt Torsten Pötzsch. Vielmehr diene der Beschluss dazu, „dass es mit den Verhandlungen weitergehen kann“. Pötzsch wolle sich dafür einsetzen, dass die Eisarena endlich einen Namen erhält und dass es weitere Vorteile für Stadt geben wird. Man habe dabei darauf geachtet, so Pötzsch gegenüber der RUNDSCHAU, „dass es zu keiner Konkurrenzsituation zu bestehenden Füchse-Partnern oder städtischen Unternehmen kommt“.

Kühlaggregate werden nun erneuert

Unterdessen informiert Baureferatsleiter Thomas Böse, dass die Arbeiten an der Kälteanlage – diese funktioniert seit Inbetriebnahme der Arena 2013 nicht korrekt – demnächst beginnen. Zu diesem Zweck ist die Eisarena im Sommer geschlossen (RUNDSCHAU berichtete). „Die Dinge sind geklärt und es ist sicher, dass es ein Planungsmangel ist. Die Maßnahme belastet uns also kostenmäßig nicht“, so Böse. Nach Abschluss der Arbeiten werde es möglich, dass die Halle im Inneren herunter gekühlt wird, sodass die Kühlanlagen vor einer Überhitzung besser geschützt sind. „Allerdings werden wir uns auf höherere Stromkosten für die Eisarena einstellen müssen“, erklärt der Bauamtsleiter. 2018 haben sich diese 237 000 Euro betragen. Durch eine Vertragsanpassung Anfang 2019 mit den Stadtwerken Weißwasser GmbH muss – auch ohne Umbauarbeiten – schon mit Mehrkosten gerechnet werden.