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Vereinbarung
Weißwasser will mehr Geld von der Leag

Weißwasser. Mit 200 000 Euro von der Leag wollen sich Weißwassers Stadträte nicht zufriedengeben. Trotzdem stimmten sie dem Vorhabensplan, der auflistet, wofür das Geld verwendet werden soll, zu.

Die Stadträte wollen sich nicht mit den 200 000 Euro zufriedengeben, die die Vereinbarung 2018 zwischen der Leag und der Stadt Weißwasser vorsieht. Das war der einhellige Tenor in der Ratssitzung diese Woche. Timo Schutza (Klartext) begrüßt die Verlängerung der Vereibarung um ein Jahr grundsätzlich, betonte dazu jedoch: „Aber die deutliche Abschmelzung der Summe ärgert mich schon. Denn die Beeinflussung durch den Tagebau hat ja nicht nachgelassen. Die Bürger spüren das schon.“ Die 360 000 Euro von 2017 wären seiner Meinung nach weiterhin gerechtfertigt. Schutzas Vorschlag lautet, ein Schreiben an den Vorstand zu richten. Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) erinnerte an die Zeit seit 2011, als jährlich rund eine Million Euro für besprochene Projekte und Vereinsförderung vom Unternehmen bereitgestellt wurden. Jetzt heiße es, der Tagebau Nochten entferne sich von der Stadt. „Jeder, der nahe wohnt, weiß um die Belastung“, so der OB. Der Forderung von SPD-Stadträtin Kathrin Jung, der AG Vattenfall durch Stadträte mehr Gewicht zu verleihen und den Leag-Kollegen von Angesicht zu Angesicht gegenüberzusitzen und zu diskutieren, entgegnete Pötzsch: In der AG sei niemand vom Vorstand, sondern die untere Ebene. Man wolle aber an den Vorstand herantreten. Kathrin Jung merkte kritisch an, dass der Arbeitsplan, wo aufgelistet ist, wofür die 200 000 Euro verwendet werden sollen, nicht im Ausschuss vorberaten wurde. Gerade bei einer so geringen Summe sei das Interesse groß, darüber zu reden. Ihr Antrag, Die Angelegenheit an den Ausschuss zu verweisen, fand keine Mehrheit. Letztlich stimmte der Rat bei einer Stimmenenthaltung für den Vorhabensplan.

(ni)