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Stadtumbau
Weißwasser wird Schandfleck los

Die WBG lässt einen Teil des ehemaligen Puck-Areals entkernen und abreißen. Damit verschwindet ein Schandfleck aus dem Stadtbild.
Die WBG lässt einen Teil des ehemaligen Puck-Areals entkernen und abreißen. Damit verschwindet ein Schandfleck aus dem Stadtbild. FOTO: Gabi Nitsche / LR
Weißwasser. WBG lässt heruntergekommenes Puck-Areal abreißen. Fläche wird neu gestaltet.

Bis auf das Autohaus vorn an der Lutherstraße hat das Puck-Areal ausgedient. Die Wohnungsbaugesellschaft Weißwasser mbH (WBG) hat den Schandfleck erworben, um ihn aus der Welt schaffen zu können und anschließend die Fläche vor der Haustür des kommunalen Wohnungsunternehmens aufzuhübschen.

Die  Entkernung durch Adam Bauservice ist in vollem Gange, und es sieht echt gräulich aus, was dort alles zum Vorschein kommt. Am gestrigen grauen verregneten Freitagvormittag entsorgten die Mitarbeiter zig Meter verrottete Dachpappe. Alles müsse so freigelegt werden, dass der Teilbereich vom Gebäude des Autohauses abgetrennt werden kann.

Nach dem Buß- und Bettag nächste Woche rücken die Bagger der Firma A.R.S. Hoyerswerda an. Am Montag, 27. November, geht es dann so richtig los mit dem Abriss. „Bis Mitte Dezember wollen wir den größten Teil erledigt haben. Bis dahin wird es in der Umgebung auch etwas lauter zugehen“, bittet WBG-Geschäftsführerin Petra Sczesny die Anrainer schon jetzt um Verständnis. Aber sie ist überzeugt, dass Nachbarn und Anwohner überwiegend froh sind, dass dieser Schandfleck von der Bildfläche verschwindet.

Für die dann verbleibenden rund 4500 Quadratmeter gibt es schon viele Ideen. Viel Grün und Parkplätze gehören auf alle Fälle dazu, deutet die Chefin an. Bekanntlich plant das Unternehmen auch, das vor fünf Jahren beim Abbruch der 10. POS geborgene zwölf mal sechs Meter große Wandbild „Lebensfreude“ an diesem Standort wieder aufzubauen. Dazu soll eine neue Wand vor den Autohaus-Giebel gesetzt werden. Das kann aber aller Voraussicht erst im nächsten Frühjahr erfolgen, denn es müssen noch einige bürokratische Hürden genommen werden. „Ob wir das schaffen, kann ich noch nicht sagen“, so die WBG-Chefin. Ins Detail möchte sie derzeit noch nicht gehen.

Bereits 2009 wollte die WBG das Areal kaufen. Das Vorhaben scheiterte jedoch an einem inakzeptablen Kaufpreis. Als ein neuer Eigentümer den Gebäudeteil erwarb, geriet die Sache ins Stocken. Nachdem  dieser die Räumlichkeiten aber nur  für einen relativ kurzen Zeitraum nutzte, standen sie über Jahre leer.

Das zusehends verfallende Gebäude und der schlechte Gesamteindruck des Außenbereiches war Petra Szcesny ein Dorn im Auge, sagt sie. Auch war es kein gutes Gefühl, dass Geschäftspartner und Besucher immer mit diesem schrecklichen Anblick konfrontiert wurden.  Die Geschäftsführerin berichtet außerdem von häufigen Vandalismusattacken, von denen das WBG-Gebäude  nicht verschont blieb. „Polizeieinsätze standen auf der Tagesordnung, und unser Gebäude wird seitdem videoüberwacht“, so Petra Sczesny.