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| 21:16 Uhr

Aufgeschnappt
Knieschützer oder Telefon?

Weißwasser . Was den Journalisten in Weißwasser und Umgebung in der vergangenen Woche an Besonderheiten aufgefallen ist.

Über manche Autofahrer hat sich der Schleifer Bauamtsleiter Steffen Seidlich in den vergangenen Wochen geärgert. „Die brettern einfach in die gesperrte Spremberger Straße hinein und ignorieren alle Verbotsschilder. Manche sind sogar so dreist und fahren über den Fußweg weiter. Und wenn sie mal auf ihr Verhalten angesprochen wurden, gibt es dumme Antworten.“ Immerhin: Ab kommenden Freitag ist die Spremberger Straße wieder frei befahrbar. Ursprünglich sollte die Schleifer Ortsdurchfahrt bereits Ende August freigegeben werden.

 

Ein Verein hilft dem anderen – auch das ist Weißwasser. So kann sich der Stadtverein über eine Spende vom Sozialverband VdK freuen. Es gibt Stühle und Tische, die es für die Ausstattung des Vereinspavillons dringend braucht. Denn der Pavillon wird neben vielen anderen Veranstaltungen auch gern für Hochzeiten angemietet. Fünf sind es in der jüngsten Zeit gewesen, so Stadtvereinschef Frank Schwarzkopf. Da die Stühle im Pavillon oft und bereits jahrelang in Gebrauch sind, sind an die 50 Prozent defekt. Ersatzbeschaffungen sind gerade in Weißwasser auch eine Geldfrage.

 

In der Ratssitzung von Groß Düben, die am Donnerstag in Halbendorf stattfand, sollte ein Mitglied in Stellvertreterfunktion für den Zweckverband Erholungsgebiet Halbendorfer See bestimmt werden. Dabei hatten alle den einzigen Mann im Blick, der bei der Ratssitzung wegen Urlaubs fehlte. Ein Anruf klärte es, der Kandidat steht nicht zur Verfügung. Wer macht es nun? Oliver Peto ließ sich breitschlagen. „Wegen der Aufwandsentschädigung brauchst Du Dir keinen Kopp machen, es gibt nämlich keine“, lautete der Kommentar von Ratskollege René Köppen.

 

Zu Beginn der Ratssitzung in Rietschen fragte Bürgermeister Ralf Brehmer (parteilos) nach, ob jemand noch WLan bräuchte. „Ich habe kein Telefon, geht das dann auch?“, lautete die nicht ganz ernst gemeinte Nachfrage von Gemeinderat Bernd Hilke. Sofort bekam seine Ehefrau und Kämmerin Sigune Hilke den wohlgemeinten Hinweis, ihrem Mann diesmal nicht Socken, sondern ein Telefon zum Geburtstag zu kaufen.  „Er bekommt jedes Mal Knieschützer geschenkt“, lautete ihr Kommentar. Kein Wunder, als aktiver Handballer braucht man immer wieder Ersatz.

 

Nach dem Motto „Muskau ist mehr als Pückler“ bereitet die Stiftung in der Parkstadt gerade die neue Ausstellung „Als Muskau königlich war“ vor. Es geht um die Zeit unter dem Prinzen der Niederlande. Schließlich folgte er auf die Ära Pückler. „Und da ging es nicht etwa bergab, sondern bergauf“, erklärt Parkchef Cord Panning. Pückler hatte jenseits der Neiße Urwald zurückgelassen. Die Doppelbrücke war aus rohem Holz gefertigt worden und die Englische Brücke lediglich ein Holzsteg. Und auch die Gebäude waren teilweise in einfachster Bauweise angefertigt worden. Schließlich sei unter der Regie der fürstlichen Nachfolger allerhand Geld in die Gebäude und die weitere Gestaltung des Parks geflossen. „Doch Pückler wird auch weiterhin unser Hero (A.der Red. Held) bleiben, um für Muskau zu werben“, unterstreicht der Parkleiter. So auch im Oktober in London wieder. (trt/rw)

(trt/rw)