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Weißwasser
Rico Jung klagt gegen OB-Wahlergebnis

Rico Jung vor seinem Wahlplakat. Foto: Gabi Nitsche  Rico Jung will Oberbürgermeister werden. Archivfoto: Gabi Nitsche  Fordert eine Prüfung und hofft auf eine Neuwahl: OB-Kandidat Rico Jung. ArchivfOto: ni
Rico Jung vor seinem Wahlplakat. Foto: Gabi Nitsche Rico Jung will Oberbürgermeister werden. Archivfoto: Gabi Nitsche Fordert eine Prüfung und hofft auf eine Neuwahl: OB-Kandidat Rico Jung. ArchivfOto: ni FOTO: Gabi Nitsche
Weißwasser. Rico Jung (parteilos), der die OB-Wahl in Weißwasser am 24. September gegen den Amtsinhaber Torsten Pötzsch (Klartext) mit 4661 Stimmen zu 4894 verloren hatte, klagt gegen das Wahlergebnis.

Das teilte Jung am Freitag mit. Er habe bereits am 21. November beim Verwaltungsgericht Dresden fristgerecht Klage zur Anfechtung der Oberbürgermeisterwahl eingereicht. „Die Gründe für die Wahlanfechtung liegen insbesondere in der meiner Meinung nach unzulässigen Wahlbeeinflussung durch die Wahlwerbung meines Mitbewerbers“, so Jung. Die vor vier Wochen erfolgte ablehnende Begründung des Landkreises Görlitz zu den von ihm vorgetragenen Einspruchsgründen überzeuge ihn nicht.

Jung betont gegenüber der RUNDSCHAU: „Ich möchte mit der Klage im Interesse unserer Bürger gerichtlich klären lassen, ob die Oberbürgermeisterwahl in Weißwasser demokratisch und mit zulässigen Mitteln erfolgt ist. Ich habe sehr viele Bürger von meinen Visionen und den notwendigen Veränderungen in unserer Stadt überzeugen können und werde weiter für die Erreichung dieser Ziele kämpfen.“

Oberbürgermeister Torsten Pötzsch wollte sich gestern zur Klage nicht äußern. Bis zur Entscheidung des Verwaltungsgerichts könnte dieser laut Kommunalamt die Amtsgeschäfte fortführen. Dazu ist Torsten Pötzsch bereit, wie er der RUNDSCHAU versicherte. Der Stadtrat hat aber auch die Möglichkeit, einen Amtsverweser zu bestellen.